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Januar 08 - Juni 2008
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montag, 30. juni 2008
auf dem weg ans EM-final, gestern
abend, überholt mich ein auto mit spanienfähnli. ich geniesse
die velofahrt, den gegenwind, die abkühlung, das leben. freue
mich auf einen schönen match. ein herziger latino hängt sich aus
dem fenster besagten autos, um mich mit seinem handy zu knipsen.
welche blüten doch die EM treibt! ich schmunzle vor mich hin.
nach der nächsten ampel überholt mich das auto zum zweiten mal:
diesmal wirft mir der handyfotograf handküsse zu und ich winke
ihm zum abschied zu. als spanienfan für einen abend kann ich
nicht anders!
was für ein spiel! die
halbzeit-pause war für mich der eigentliche höhepunkt der EM!
echt wahr! ich war mit lieben menschen in einer gemütlichen beiz,
wo wir uns den logenplatz - ein sofa - unter nagel gerissen haben.
die pausenzigi rauchte ich - da meine freunde nicht rauchen - mit
lauter unbekannten im gewitterregen. trotz des regendaches wurden
wir feucht, plauderten, lachten, genossen die abkühlung.
herrlich! super stimmung. und ich weiss nun, warum ich fussball
mag. :-).
nicht nur die EM ist
vergangenheit, auch unsere berner lesung! sie ist chugelirund
gelaufen. gut organisiert (bravo uns allen!), gut moderiert (lukas
hartmann). die texte waren so gut wie die leute gelaunt. und nach
dem aufräumen haben wir in einer gartenbeiz weiter gefeiert.

gestern und heute habe ich weiter
an meinem beitrag für den jugendbuch-wettbewerb gearbeitet.
gestern auf papier, im wald, und heute auf dem laptop.
pfannenfertig unperfekt. gut genug? ja! natürlich: überarbeiten
könnte ich endlos, doch die zeit drängte und nun ist das paket
bereits unterwegs nach deutschland. morgen ist einsendeschluss (datum
des poststempels).
und morgen trete ich offiziell
meine neue stelle an. "zufälligerweise" ist es ein
gesamtschweizerischer sitzungstag, der einmal jährlich
stattfindet und wo ich alle nasen meiner neuen bude, eines
schweizer hilfswerkes, uf ei chlapf sehen werde. praktisch!
nervös bin ich fast nicht. ich freue mich. auch wenn jetzt die
freie zeit wieder dürftiger wird. on verra!
life? ... is
just a big wheel!?
mittwoch, 25. juni 2008
sommer*sommer*sommer*sommer*sommer*sommer
DAS NEUE
SPUREN-HEFT 'SOMMER 08' IST DA!
THEMASCHWERPUNKT: LIEBE
(www.spuren.ch)
ich fühle mich gut. trotz der berge
vor mir! so what? ich werde sie erklimmen. und ich freue mich
darauf!
ein bergspitz ist die
bevorstehende intensive einarbeitungszeit in meine neue
arbeitsstelle. nachdem ich gestern meinen vertrag erhalten und
unterschrieben zurückgeschickt hatte, las ich nochmals in aller
ruhe mein pflichtenheft. ein paar ziemlich grosse schuhe, die ich
mir da anziehe!
ein anderer bergspitz: ich
stelle zurzeit meinen wettbewerbbeitrag für einen jugendbuch-wettbewerb
fertig. ich baue dazu mein november-manuskript
"SonderBar" um, will heissen, ich erzähle
diese geschichte neu aus der sicht der tochter statt der mutter! am montag ist
einsendeschluss!!! 'schüü gäh'!
und noch ein bergspitz: der neue
spuren-auftrag fürs herbst 08-heft. der auftrag ist allerdings noch
nicht definiert.
die lesung vom samstag habe ich bereits
erwähnt. und dies und jenes steht an. ich freue mich auf mein leben.
meine berge sind hoch, die ansprüche, die
ich an mich stelle, ebenso. doch die aussicht in den bergen ist
bekanntlich schön. verrückterweise belasten mich diese herausforderungen
nicht einmal. weil ich sie selber gewählt habe? so gesehen
bin ich - für meine ideale vorstellung vom zufriedensein - noch immer zu
sehr von 'guten umständen' (und auch vom wetter!) abhängig. ich hoffe, dass
ich eines tages 'meine zufriedenheit' ganz in mir finde. ohne krampf.
täglich verdampfe ich mehrmals. im bett
habe ich die dünnste
decke montiert. ausserdem ist nackt schlafen eh am schönsten. tagsüber
gönne ich mir immer mal wieder kühles nass: so liebe ich den sommer!
war das schön heute nachmittag! wasser!
schwimmen im gerzensee! zusammensein mit meinem göttibuben janus* (13).
das wasser 24 grad warm! vor dreieinhalb jahren sind wir mit ihm zum
ersten mal ganz ohne schwimmhilfen über den see geschwommen. noch ganz
kind. nun wirft langsam die pubertät ihre schatten voraus. wenn
ich zu zweit mit ihm bin, ist er wieder ganz kind. muss nicht kuhl sein.
muss auch nicht den vater überragen. ich habe es einfach genossen mit ihm.
auch das ballspielen und den ball immer wieder aus dem wasser zu fischen
auf dem heimweg ging ich auf den
friedhof, besuchte lars' gärtli. wieder, wie jeden sommer,
staune ich über die üppigkeit der valänder-stauden, die lars so liebte.
lavendel. und ich fühle mich dankbar und beschenkt vom leben, so paradox
es tönt.
auf der heimfahrt hörte ich laut musik,
wie immer, wenn ich alleine autofahre. shuffle. mein mp3-player hat heute
in einer gefälligen, sogenannt zufälligen folge fast alle meine
lieblingsstücke in folge gespielt. bei den vielen stücken, die da drauf
sind, unbegreiflich. als könne dieses teil gedanken lesen. ein
quantenphysikalisches ereignis? wie auch immer: staunen ist doch einfach
schön. und ohne antworten das leben zu geniessen ebenfalls.
freitag, 20. juni 2008
endlich sommer (oder morgen
erst?) ... was will frau
mehr?
trotzdem ... mich hat es in den
letzten tagen ziemlich herumgewirbelt. eine erschöpfungswoge hat
mich erfasst. die ganze letzte und so intensive zeit hat sich
entladen. vielleicht war auch das feuchtkalte wetter daran
beteiligt ... jedenfalls blueste ich mal wieder ziemlich. ohne dem
allerdings allzu viel dramatische aufmerksamkeit zu schenken. ich
schaute mir zu. das darf sein.
gewiss hat es mit der nahenden
lesung zu tun: mit dem perfektionsanspruch, den ich an mich
stelle und dem druck, den ich mir mache. gemeinsam mit vina* -
gestern am glasbrunnen - übte ich meinen potentiellen lesetext
und sie ihren. lange habe ich nach ihm gesucht! es ist viel
einfacher, eine kurzgeschichte mit 900 wörtern zu schreiben, als
einen 900 wörter zählenden ausschnitt aus einem text mit 54'000
wörtern zu picken. er soll repräsentativ sein und spannend und
lust auf mehr wecken. hach. wieder bin ich bei den ansprüchen.
gopf!
nach unserer wald- und
brunnenlesung sind wir zu vina* in die länggasse geradelt und
haben uns den film "what the bleep do we know?"
angeschaut.
darin geht um quantenphysik und spiritualität, um deren
schnittstelle. um das unfassbare, unerklärliche, welchem
wissenschaftler verschiedenster fakultäten auf den grund gehen.
ein experiment hat mich besonders faziniert: 700 testpersonen
wurden (alle einzeln) vor einen bildschirm-zufallsgenerator
gesetzt, der ganz verschiedene bilder lieferte. schöne,
schlimme, beruhigende, aufwühlende. die teilnehmenden waren mit
einem herzfrequenz- und hirnstrommesser verbunden, damit
festgestellt werden konnte, wie sie auf die jeweiligen bilder,
deren inhalt sie nicht beeinflussen konnten, reagierten. die
essenz: BEVOR ein ruhiges bild kam, waren sie bereits ruhig und
BEVOR ein schlimmes bild kam, waren sie bereits unruhig. WAS ZU
BEWEISEN WAR! - NICHT HUHN & NICHT EI ZUERST!
ergo: es gibt kein vorher und
kein nachher, keine zeit, keine chronologie! oder? und es
gibt eine sichere 'vor'ahnung! oder doch nicht? es ist wie
beim sternschnuppenexperiment, das eine freundin in
ihrer schamanischen ausbildung erlebt hat: es ging darum, eine
nacht im freien zu verbringen und in dieser nacht eine
sternschnuppe zu sehen, den moment, zu kreieren, wo sie fällt.
die aufgabe gelang. meine halb rationelle, halb magische begründung
dafür, dass es gelingen kann, ist folgende: in einem tiefen
inneren zustand des verbundenseins mit allem ist eben auch eine
verbundenheit mit dem kosmos, mit der energie der sterne, gegeben.
was war zuerst da, die idee des sterns, salopp gesagt, sich zu
"versternschnuppeln", oder meine intension, jetzt
"jetzt" zu rufen, weil ich weiss, dass jetzt der
augenblick gekommen ist, wo die sternschnuppe fällt? eine
freundin meinte dazu:
the stars are
matter
we are matter
but it doesn`t matter
donnerstag, 12. juni 2008
finito EM-Cup! meine freundin
vina*, mit der ich den gestrigen 'finalen' match schaute -
gemütlich vor der kiste - resümmierte: den schweizern gehts 'zu
gut', sie müssen sich nichts erkämpfen, sie haben keinen
killerinstikt. was stimmt, aber was ich im grunde auch okay finde.
irgendwie finde ich es (auch wenn es nicht im sinne einer
meisterschaft ist) sympathisch, dass die schweizer nicht 'aggression
pur' darstell(t)en. allerdings sind 'bescheidenheit' und
unerfahrenheit sicher nicht immer das wahre.
es ist, wie es ist.
mittwoch, 11. juni 2008
finito bewerbungen schreiben!
heute habe ich - nach einem zweiten gespräch bei meinem neuen
arbeitsgeber (eine entwicklungshilfe-organisation) - grünes licht
bekommen für eine neue stelle ab 1. juli!
so feiere ich gleich zwei tage
geburtstag! gestern liess ich mich verwöhnen: sooo schön! am
morgen bekam ich von einem lieben freund eine geniale
esalen-massage. anschliessend klingelten die ganze zeit das telefon,
sms- und mailbox. am nachmittag und abend feierten wir bei
einer freundin zuhause. mit freundInnen von nah und fern.
bitterer
nebengeschmack: gestern
starb ein kollege, der mann einer freundin, an den folgen eines
verkehrsunfalles. so nahe beieinander sind freud und leid. wie
dünn der vorhang von hier nach drüben doch ist! ich weine mit
meiner freundin und freue mich gleichzeitig über meine offene
türe. und beides hat platz.
samstag, 7. juni 2008

büne und disu

menk
wettergöttinnen sei dank, dass
es gestern abend nicht regnete, denn ungefähr 10'000 menschen
strömten durch die EM-fanzonenschleusen, um ochsners und kuno
& co. zu hören.
jaaa! erstere sind einfach mal
wieder super gewesen. im kontrast daneben waren für meine
freundin und mich züri west ziemlich farblos, so, dass wir
verfroren und mit müden beinen, den granitplatz kurz vor dem
grossen finale verliessen. auch so kein einfaches unterfangen!
gegen den strom schwimmen war eh noch nie sehr einfach und für
den moment ist mein massenauflauf-bedürfnis gestillt. vermutlich
werde ich gar die beiden unabhängig voneinander erhaltenen
einladungen zum match-schauen heute abend ablehnen. ich fühle
mich verkatert - natürlich, es wurde ja auch ziemlich spät -
doch spüre ich auch eine art 'nachbeben' von den vielen
eindrücken der aktuellen zeit. bin so unglaublich müde von den
vielen begegnungen, gesprächen und aktivitäten der letzten
wochen. müde, einfach so müde ... überstimuliert und
ruhebedürftig ... doch gut unterwegs ...
freitag, 6. juni 2008
finito RAV-verordneter
kurs.
mensch soll aufhören, wenn es am schönsten ist. weil ... nämli
... am schluss wars wirklich gut. vielleicht nicht unbedingt
inhaltlich, so doch auf der sozialen ebene. ich bekam einen
superabschlussbericht fürs RAV mit auf den weg. meine
mitteilnehmerInnen wollten mich fast nicht gehen lassen, mussten
es doch und gaben mir viele gute wünsche, feedbacks und
komplimente mit auf den weg. das hat mir echt gut getan. auch habe
ich noch ein paar spannende vorstelltermine gehabt und vor mir. es
kommt gut. wie und was auch immer!
meine aktuelle
lieblingswebsite ist diese hier:
www.patentochsner.ch
heute abend geh ich mit einer
freundin - hoffentlich zeigen die wettergöttinnen einsehen und
lassen den regen in den wolken! - auf den bundesplatz. EM-eröffnung,
dänk! doch nicht deswegen gehen wir, sondern wegen den
ochsners und züri west. :-))) und auf die neue ochsner-scheibe
freu ich mich mehr als auf weihnachten - was in meinem fall zwar
nichts heisst ...
und auf den nächsten dienstag
freu ich mich auch. feste feiern, weil sie gefallen sind, und
gefallen, wie sie fallen. weil ich vor 43 jahren rausgefallen bin.
im fall.
sonntag, 1. juni 2008
heute hab ich eine biene gerettet.
sie lag auf der strasse - wie es das glück hin und wieder tue. nein, nicht für mein
karma, einfach weil sie
mir leid tat. ich trug sie zur nächsten wiese. auf einer blume
schien sie sich wohler zu fühlen als auf dem teer. ihre cousine
ist vorgestern auf meinem fenstersims vom gewitterregen erschlagen
worden. ich war sehr betroffen. das bienensterben, über das immer
häufiger in den medien berichtet wird, gibt mir zu denken. wenn
es keine bienen mehr gibt, haben wir nicht nur keinen honig mehr,
sondern auch blumen und bäume werden nicht mehr bestäubt ... die
folgen sind nicht auszudenken!
VORANKÜNDIGUNG:
Teilnehmende
der ‚Aktion Novemberschreiben’
öffnen Ihre Manuskripte!
Lesung
mit Apéro
Moderation:
Lukas
Hartmann
Samstag,
28. Juni 2008
17:30 – ca. 22:30
Länggasse-Bibliotkek
Vereinsweg
27, 3012 Bern
Eintritt
frei, Kollekte.
www.novemberschreiben.ch
***
ach,
übrigens: ich werde lesen! ;-). aus 'freier
fall'
ansonsten? dies und das. 'alte'
leute melden sich, die einen per mail, andere stehen vor der türe
oder in den lauben berns. dann laufen wieder vorstellgespräche.
letzte woche eins, kommende woche das nächste. abwarten. gelassen
sein. ja, das bin ich. die jahreszeit, 'meine' zeit, hilft dabei.
ich fühle mich sehr lebendig. unternehmungslustig. plane meinen
geburtstag. freue mich auf die EM. und auf das ende des
RAV-verordneten kurses, ende woche. obwohl es inzwischen nichts
mehr zu stänkern gibt. es ist okay. ich habe ein paar sachen
gelernt. inhaltliche und zwischenmenschliche.
ein wochenende ohne rummel geht
zu ende. seit langem wieder zwei tage nur für mich. ich habe
abgemacht, habe ich gesagt. ja, mit mir. einen wettbewerbstext
vollendet und eingereicht. dann neue kurzgeschichten angefangen.
einfach so. weil es gut tut. und mal wieder einen neuen fortsetzungsblog
mit dem irrelevanten titel 'nicht
weiterlesen!'
montag, 26. mai 2008
eine absage.
allerdings nicht an mich als person. sondern
an mein pensum, das ich zu arbeiten bereit bin, an meine 60%. weil
noch eine weitere person gekündigt hat. sie wollten mich zu 100%!
geht nicht, sagte ich. punkt. schlusszeichen. nein, doppelpunkt
und anführungszeichen! neuer anfang!
wie es mir damit geht? hm. gute
frage. ich habe schlimmeres überlebt. es geht weiter. neue türen
suchen. finden. meine türen. oder fenster von mir aus.
meine freundInnen smslen mir mut
zu. klopfen mir - virtuell - auf die schultern. ich erlebe zurzeit
so schöne zwischenmenschliche begegnungen.
der freitag abend - die franz
hohler-lesung in der mühli hunzike mit zwei freundinnen - war
mega schön. eine übernachtete bei mir, so dass es sehr spät
(oder sehr früh? alles ist relativ!) wurde. ein kater, der sich
gelohnt hat! ;-)) gemeinsame (frauen)gespräche sind so heilsam,
wohltuend.
wie arm muss
ein mensch sein, der keine freunde hat?
wie reich ich doch bin!
eine absage? so what!
freitag, 23. mai 2008
zeitqualität: zwillinghaft
gefühlswelt: zwillinghaft
aussenwelt: mal so-mal so = zwillinghaft
beziehungswelt: voller intensiver begegnungen =
zwillinghaft
gefühlte kälte kennen wir ja.
gefühlte wärme auch. wettschwimmerinnen und kurzstreckenläufer
fühlen genau, wie lange eine minute ist. doch für mich ist die
zeit und das gefühl für sie zurzeit absolut unfassbar.
unfühlbar? obwohl es
mir viel besser geht als vor einer woche und obwohl ich den
eindruck habe, mich gut wahrzunehmen, ist es mir doch oft zumute,
als spule die welt, der alltag, das leben im fastforward-modus an
mir vorbei. kaum ist es morgen, ist es wieder abend. es ist nicht
so, dass ich den tagesinhalt nicht wahrnehme, doch die tage sind
einfach so voll, so ungewohnt voll: mit dem kurs einerseits, mit
persönlichen begegnungen und mit kreativer arbeit andererseits
und zum dritten - seit ein paar tagen - mit der intensiven
konkreten auseinandersetzung mit einer neuen stelle. die zusage
steht aus. das gefühl sagt ja. die spannung ist schwer zu
ertragen, weil es die erste stelle in diesem stellensucheprozess
ist, die ich wirklich will.
ein bisschen wie verliebt sein
und nicht wissen, ob die liebe erwidert wird, denke ich eben. (hm,
wäre auch mal wieder schön... doch ob die derzeitige
zwilling-energie zu so was taugt? *grins*). in der tat, ich bin
gut drauf, lache und albere viel, spüre mich dabei doch sehr gut.
kulturell und sozial bin ich
zurzeit gut genährt ;-). die vorbereitungen für unsere berner
lesung fliessen mit hochdruck voran. heute abend besuche ich
mit zwei freundinnen eine lesung von franz hohler (mühli
hunzike).
und sogar die zeit im
bewerbungskurs ist angenehm. das ende ist absehbar (bis
stellenzusage oder noch zwei wochen). ich werde oft um hilfe für
textliche oder computertechnische dinge gebeten. heute sogar von
den coaches um eine art coaching für eine dreiergruppe, die nach
mir in den kurs eingetreten ist. irgendwie finde ich in jeder
gruppe meinen platz und lande immer irgendwie auf den füssen...
mittwoch, 14. mai 2008
zeitqualität: dicht
gefühlswelt: berg- und tal-mässig
aussenwelt: sommerlich warm, balkon bepflanzt, sonne und
natur genossen
beziehungswelt: voller intensiver begegnungen
am montag vor einer woche erfuhr
ich, dass ursula eggli, eine mutige berner autorin, die sich
zeitlebens für würde und selbstbestimmung stark gemacht hat,
gestorben ist. am letzten mittwoch war ich an ihrer beerdigung,
die sehr reich und stimmig war. ursula war für viele eine
fortwährende ermutigung. auch, wie sie mit ihrer eigenen
behinderung umgegangen ist, habe ich stets bewundert, und wie sie
sich der vergänglichkeit und dem sterben gegenüber gestellt hat.
danke, ursula!
die teilnahme am job-kurs (siehe
vorherige einträge) ist für mich sehr anstrengend. oft ist es
mir zu laut, und mit vielem, was einerseits vermittelt und
andererseits als grundhaltung vorausgesetzt wird, gehe ich so gar
nicht einig. nein, ich will nicht einfach eine nummer sein, die
funktioniert. der letztwöchige vortrag eines sp-politikers -
über arbeit natürlich! - hat mich sehr genervt. dieses lineare
denken! wie ich es satt habe!
seit ich im kurs bin, habe ich
fast immer leichtes kopfweh. oder manchmal ganz schlimmes. wie
gestern. wie am freitag. und auch wie am schreib-workshop-treffen
vorgestern. ob es von der inneren belastung oder vom WLAN-klima im
kursraum kommt? oder von meinem inneren widerstand? die laune,
wenn ich an diesen stress/druck und die vorausgesetzte haltung im
kurs denke, löst immer mal wieder brechreiz aus. gestern hatte
ich geradezu den morelli, wenn ich an die 'verlorene' zeit dachte,
die ich da noch absitzen muss. ein rollenspiel? also gut. ein
rollenspiel. eine geschichte. so gesehen lässt es sich vielleicht
ertragen. auch will ich ja nicht ständig schlechter laune sein.
unser pfingstmontag-workshop mit
anderen novemberschreiberlingen, den ray yamon*, novita* und ich
zum thema 'schlaflos' angeboten hatten, war ausgesprochen spannend
und anregend. es ging unter anderem um verschiedene ansätze, wie
wir ein thema anpacken, wie wir geschichten weben und erzählen
können... dazu feines essen, gute gespräche, sonne und viel
grün. eine runde sache.
wenn da bloss nicht mein kopfweh
dreingefunkt hätte... nächste woche kann ich in die osteopathie.
ich freue mich auf diese wohltuende therapie... bis dahin hoffe
ich, dass die schmerzen nicht zunehmen. heute ist es erträglich.
doch leben soll nicht bloss
erträglich sein... es muss mehr sein! oder habe ich da noch immer
nichts kapiert und träume ich doch tatsächlich noch immer davon,
dass das leben sinnvoll und sogar schön sein könnte? dann wieder
denke ich an meine freundinnen und freunde, an liebe, an
freundschaft und ich weiss sofort wieder, wozu ich lebe! um zu
lieben, nämlich.
sonnen-tag, 4. mai 2008
die füsse
befreit.
die socken verbannt.
die sandalen aus dem winterschlaf geholt.
am schwarzwasser gewandert.
an der sonne auf den steinen gesessen.
sonne getankt.
steine getürmt.
'an einem tag wie diesem' von peter stamm zu lesen angefangen.
ein bisschen sonnenbrand mit nach hause genommen.



frei-tag, 2. mai 2008
boah. bin ich müde. die letzten
drei tage waren so dicht. aber gut. sogar heute - den ganzen tag
im kurs - wars gut...
besonders beschenkt fühle ich
mich vom mittwoch abend und vom donnerstag morgen. ich bin mit
zwei freundinnen zur walpurgisnacht-feier
mit luisa
francia in winterthur
'gepilgert'. als wir kurz nach sechs dort ankamen, hatte es noch
kaum leute. dass mich luisa nach acht jahren sofort wiedererkannt
hat, freute mich sehr! sie hat mich an sich gedrückt und gemeint:
"gut schaust aus!" damals war ich schwanger. seither
haben wir hin und wieder gemailt. dass lars vor bald fünf jahren
gestorben ist, hat sie mitbekommen.
hach... das ritual, nach dem
vortrag über unsere inneren wilden göttinnen, war sehr kraftvoll.
mit unseren energie- und gedankengaben haben wir geldstücke
aufgeladen, die wir zuvor in einen topf gelegt haben. der kam dann
in die mitte. mit einem roten faden haben wir uns zuerst im kreis
verbunden und dann den faden bei jeder und jedem zerschnitten, um
ein stück des kreises mitzunehmen. dazu singen, tönen,
stampfen... anschliessend haben wir draussen, in einem park,
einen baum mit unseren wunschzetteln geschmückt! mögen sie sich
erfüllen...
dass ich eine alte freundin, die ich
seit vier jahren nicht mehr gesehen habe, wieder getroffen habe,
ist eine wunderbare zugabe für mich. ebenso die kurze nacht mit
kostbaren gesprächen mit und bei salomé*. hach, bin ich nicht
eine glückspilzin?! ich bin sehr dankbar. und freue mich auf die
auswirkungen des rituals.
sonnen-tag, 27. April 2008
endlich frühling


was für ein erholsames
wochenende! obwohl es mit einem mirgäneanfall (freitag morgen)
angefangen hat... nein, nein, kein katerkopfweh vom schreibtreffen
am donnerstag abend, diesmal nicht. ;-) angefangen hat es bereits
am donnerstag nachmittag, liess mich jedoch während des treffens
mit novita* und ray yamon* in ruhe und setzte erst in den frühen
freitagmorgenstunden wieder ein. und war so richtig eins von der
schlimmen sorte. zum k... ich meldete mich im kurs ab und musste
eine tablette nehmen. die zum glück wirkte.
warum ich
zurzeit mehr kopfschmerzen als auch schon habe, weiss ich nicht so
genau. ist es die anspannung vom kurs? oder die tatsache, dass ich
nicht sehr gut schlafe, und auch eher zu wenig... oder vielleicht
der elektrosmog? (wir haben WLAN im kurs...)
das gestrige gartenfest einer
freundin unter den mottos "schon bald umziehen!", "restesaufen!"
und "ich habe gekündigt, jupiii!" war gemütlich. dank
feuerkorb-feuer mein erstes diesjähriges gartenfest! heute
nachkatern. ausschlafen und sonne tanken...
diese woche ist zum glück alles
nur halb so wild... auch meine kurs-präsenzzeiten**... auffahrt-sei-dank...
ich gehe am mittwoch abend mit einer freundin aus bern nach
winterthur an einen
vortrag mit anschl. ritual von luisa francia, walpurgisnacht.
salomé*, die seit januar nicht mehr in frankreich, sondern in der
nähe von zürich wohnt, kommt auch.
ich habe ausgerechnet**, wie viele
stunden ich als 60%rin diese woche im kurs sein muss: nicht so arg
viel. mein "minütele" zeigt bestens, wie gern ich da
hingehe :-). morgen wieder in diesen film einsteigen. grrr... es
ist ja nicht 'schrecklich', aber es ist eine art
raumeinnehmende, gedankenbeherrschende gehirnwäsche...
doch dieses wochenende habe ich
meine zukunft zukunft sein gelassen. übte das einfach sein.
jetzt.
**nachtrag vom 2. mai: wie ich
mich doch getäuscht habe! diese 'sozialen gepflogenheiten', in
wochen mit feiertagen prozentual angepasste stundenanzahl zu
arbeiten, ist in der harten welt der wirtschaft und damit auch in
meinem vom RAV verordneten kurs weder bekannt noch üblich!!! grrr...
so, dass ich heute den ganzen tag im stollen war! :-)
mittwoch, 23. april 2008
Endlich wieder zuhause. War das
ein langer Kurstag. Acht Stunden im Stollen. Auf dem Heimweg, auf
dem Velo, tauchten viele Fragen auf. Was ist Arbeit? Die in
dieser Welt alles bedeutende Frage! Und die ich mir in meinem
Arbeitsfindungsprozess - in diesem RAV-Kurs - erneut stellen muss.
Wozu brauchen wir all das, was da
überall gearbeitet wird? Klar brauchen wir Wasserleitungen! Wir
wollen ja duschen. Wir brauchen elektrische Leitungen, um nicht im
Dunkeln zu sitzen. Wir brauchen den elektrischen Strom auch, um
uns unterhalten zu können, um kochen, telefonieren, mailen,
fernsehen und uns die Haare föhnen zu können. Wir brauchen
Rechtsanwältinnen, die uns verteidigen und Staatsanwälte, die Mörder
und Diebe hinter Gitter bringen. Wir brauchen die Polizei. Aus
ebengenannten Gründen. Und wir brauchen Verkäuferinnen und Verkäufer,
bei denen wir unsere Dinge des täglichen und nicht alltäglichen
Bedarfs einkaufen. Dann die Bauern natürlich, ohne sie hätten
wir kein Brot und keine Karotten. Die Sozialarbeiter,
Psychologinnen, Psychiater und Ärztinnen sind dazu da, Menschen,
die Hilfe brauchen zu unterstützen. Die Journalistinnen,
Kunstmaler, Filmemacherinnen und Autoren machen unsere Leben
reicher. Und und und. Doch was brauchen wir wirklich? Brauchen
wir etwas, um die viele Zeit, die wir nicht hätten, wenn wir –
wie früher – alles von Hand machen würden, totzuschlagen? Brauchen
wir Ablenkung, Bestätigung, Erfolgserlebnisse? Brauchen wir so
viel Geld, wie wir meinen, um uns all den Konsum, der das Leben so
angenehm macht, leisten zu können?
Diese Künstlichkeit, sie überfällt
mich einmal mehr.
Der
Buchkatalog, den ich heute mit der Post erhielt, ist nach der Hälfte
im Altpapier gelandet. Will ich ein Buch schreiben, damit es
nachher angepriesen wird wie Gemüse oder eine neue, besonders
leckere Schokoladenvariation? Die Eitelkeit, sie will gefüttert
werden. Täglich von neuem. Die Eitelkeit eines jeden: Ja, das
hast du gut gemacht! Und, ja! Auch ich will beweisen, was ich
drauf habe. Will ich es oder meine ich, es tun zu müssen? Wozu
will ich es?
Könnte es sein, dass wir uns
nicht selbst genügen? Dass wir alle nach Anerkennung von
da draussen lechzen und hat das nicht damit zu tun, dass wir die
Liebe zu uns selber nicht begreifen, die Liebe von uns für uns?
Ja,
auch ich will erkannt, geliebt und gelobt werden. Auch ich buhle
um Anerkennung. Siehe oben. Wieso nur sind wir so, wir Menschen?
Ich mag es nicht. Ich mag es nicht, so zu sein. So bedürftig, so
hungrig nach Beachtung. Ich will mich selber lieben, von Kopf bis
Fuss. Bedingungs- und kompromisslos. Ich will nicht leisten müssen.
Tue es dennoch.
Ich
werde durch diesen Kurs mit meinem mir in diesen Bereichen
unangenehmen Ehrgeiz konfrontiert, der mir oft wie eine Leistungsmaske
vorkommt, die ich trage, um zu passen. Um nicht raus zu fallen.
Ist das nicht zum Kotzen. Zum Kotzen ist auch, dass ich wieder so
ganz existentielle Fragen zum Leben habe und alles in Frage
stelle. Sogar meine Schreiberei. Nicht was ich für mich schreibe,
doch die allfälligen Veröffentlichungsambitionen. Wozu? Was will
ich damit? Altruistische Motive sind da keine grossen auszumachen.
Und Erfolg ist so was von kurzsichtig, so illusorisch. Wozu also?
Für Geld? Für Ruhm, Reichtum oder Ehre?
Ich
bin an einem Punkt, wo ich wieder im Leeren drehe. Auch mein
restliches Leben, das private, fühlt sich – abgesehen von den
freundschaftlichen Beziehungen – leer an. Ein Haschen nach Wind.
Die
Sehnsucht nach einem kleinen Haus fernab von aller Konkurrenz- und
Leistungsgesellschaft, mich selbstversorgend, in Ruhe seiend und
lebend, lockt. Die Flucht vor dem Leisten müssen lockt. Die
Flucht auch, vor dem Druck, nützlich sein zu müssen, der
Gesellschaft dienen zu müssen, ihr etwas geben zu müssen, lockt.
Kann Flucht locken? Hm. Flucht ist unterwegs sein. Nicht ankommen
müssen. Doch letztlich ist es nicht das, was mich lockt, sondern
das Ankommen. Das Ziel. Das Nicht-mehr-weiter-müssen. Das
Bei-mir-ankommen. Todessehnsucht? Lebensüberdruss? Hm. Nein,
nicht wirklich. Nur Sehnsucht nach anders leben wollen.
dienstag, 15. April 2008
ich schwimme. mitten im RAV-strom.
ein achtwöchiger kurs, den ich auf anraten meines RAV-beraters
besuche(n muss). um meine bewerbungsstrategien zu verbessern, um
herauszufinden, was ich will. wohin ich will. alles wohl
strukturiert, auf effizienz ausgelegt, stromlinientauglich.
gestern, um acht uhr früh
(gähn!) fanden wir uns ein. zum glück bin ich in diesen prozess
nur zu 60% involviert. so, dass ich drum rum verdauen und
schreiben und beziehungen pflegen kann. die coaches scheinen in
ordnung zu sein. dennoch musste ich mich gestern ziemlich
zusammenreissen, als der coach, ich nenne ihn hier mal andi*, aus
dem kurshandbuch vorlas, dass wir - das produkt - uns bestmöglich
verkaufen müssen. wie ich diesen slang hasse. den
wirtschaftsslang. im anschliessenden einzelgespräch legte ich
meine situation offen auf den tisch. und damit auch meine
widerstände gegen diesen apparat der 'effizienz und
produktivität'. ebenso, dass ich nicht eine beschäftigung an
sich suche, sondern einen geldesel. (na ja, da hat er kurz leer
geschluckt). denn ich habe meine beschäftigung im schreiben
gefunden.
am nachmittag schrieben wir
unsere biografie. mir blieb noch zeit, in ruhe die zeitung zu
lesen, während die andern noch schrieben. auch gut. heute dann
die vorstellung unserer 'geschichten': zu zweit meinem gegenüber
mein leben erzählen. später in der kleingruppe erzählt dieses
den andern, was es gehört hat. zuhören üben. wenn ich die
anderen leute unserer gruppe betrachte, fühle ich mich im
falschen film und ertappe mich bei latent überheblichen gedanken.
auch zementieren sich unerwünschte klischees: der junge
exjugoslawe, der vom grossen geld, einem BMW xy, frau, kindern und
vermutlich eigenheim träumt. aber keine lehre machen will. dann
der deutsche, der, kaum losgelassen, ohne punkt und komma redet.
vorurteile? natürlich sehe ich die menschen als menschen. ebenso
bedürftig wie ich. ebenso auf der suche. doch irgendwie
undifferenziert. die junge frau und die andere frau meines alters
empfinde ich hingegen als sehr in ihren rollen(bildern) gefangen.
die eine ist mutter, die andere bald verheiratet, träumt von
familie.
und wovon träume ich? wie
wichtig ist mir berufliche erfüllung? wie kann ich schreiben und
geld verdienen verbinden? wie kann ich gut leben,
verantwortungsbewusst und eigenmächtig?
ach, übrigens: die lesung am
samstag in luzern war sehr anregend. wie schön, sich mit anderen
schreibenden auszutauschen. andere texte zu lesen, zu hören.
andere leben mitzuerleben. durch ihre geschichten. und
hautnah.
freitag, 11. April 2008
total spontan sind wir hin. wir
sassen gemütlich vor dem tibits und assen zu mittag. feierten
den geburtstag meiner freundin, die mich spontan mit ihrer
patchworkfamilie in bern überrascht hatte. das bahnhofgebäude
spuckte immer mehr leute aus. alle spazierten an der
heiliggeistkirche vorbei richtung altstadtzentrum. frauen vor
allem. doch auch erstaunlich viele männer. und kinder. mit
ballons viele. schliesslich schlossen wir uns dem fröhlichen zug
an, der richtung bundesplatz strömte. trotz des grauen himmels
entstanden unter den ballonträgerinnen und -trägern jeglicher
couleur - die ballons ebenso wie die leute - kurze ermutigende
gespräche. einigkeit. lachen. als wir den bärenplatz erreicht
hatten, wurde die masse immer kompakter. ein gedränge ohne
aggressiven anstrich.

schliesslich standen wir mitten
im pulk, auf dem neuen bundesplatz mit seinen wunderschönen
natursteinen. glücklicherweise waren die fontänen, welche
normalerweise diesen platz dekorieren, ausser betrieb. feucht
genug war es auch so. viertel vor zwei. bereits war der ganze
platz voll. bis weit in die nebengassen hinein standen leute dicht
an dicht. regenschirme mit ballons - und ohne. ein weites,
wogendes menschenmeer.
eine frau bahnte sich den weg an
uns vorbei. sie trug ein ding - einen besenstil, wie ich zuerst
meinte - das oben mit einem hut geschmückt war. meine freundin
sagte: "schaut, der gesslerhut!" wir lachten und machten
der frau komplimente zu dieser idee. sie stellte das teil neben
uns auf den boden und forderte die tochter meines kollegen auf,
das ding zu halten. "findest du nicht, dass es jetzt selber
stehen kann?", fragte sie schliesslich, worauf das mädchen
den stil losliess. er sauste sofort zu boden. erst jetzt sah ich
genauer hin: das teil war... ja, ihr ahnt es wohl? es war ein blocher...!
(damit wurde bodenwichse früher ins parkett gerieben. nomen est
omen!) wir applaudierten spontan. auch als die bünder
svp-vertretung sich einen weg durch die menge bahnte. wann hat es
je solches gegeben? diese mischung aus allergattig menschen mit
dem gleichen ziel vereint auf dem bundesplatz...
nach ein paar ansprachen - auch
eveline widmer-schlumpf sei gesichtet worden! - wurde gejodelt und
in den anderen landessprachen weitergeredet. alles in allem eine
tolle stimmung. ein schönes miteinander. friedlich bis zum
schluss und hoffentlich erfolgreich!
ob es wirklich 10'000 leute
waren, wie die kellnerin im café fédéral, wo wir uns danach stärkten,
schätzte, weiss ich nicht. doch sehrsehr viele waren es auf alle
fälle.
später: eben habe ich gelesen,
dass es über 12'000 gewesen seien! ooops!
tipp für spontane: morgen
lesen novemberschreibende in der buchhandlung stocker in luzern ab
10uhr vormittags im lesesaal aus ihren novemberromanen vor! ich
freue mich schon sehr auf dieses ereignis!
ach ja, gestern, an einem
minischreibtreffen (zu zweit) erhielt ich das manga unserer
mitschreib-kollegin. helen aerni hat ihr erstes manga
veröffentlicht! (mehr...)
zur signierung hat sie mich
eigenhändig gezeichnet, als mangafigur. na ja, ein bisschen älter
sehe ich
wohl in natur schon aus...

dienstag, 8. April 2008
ich sehne
mich nach stille.
und fühle mich gestresst. die
tatsache, dass ich ab nächster woche wieder arbeiten muss,
nervt. behindert mich. beengt mich. phöse welt! erstens arbeite
ich ja. und wie! so viel geschrieben, wie ich es in den letzten
wochen tat, habe ich noch nie (ausser beim novemberschreiben
natürlich). nur, dass das niemand zahlt. hatten wir auch schon.
zweitens? da ist dieser 6wöchiger kurs vom RAV, den ich besuchen
muss. wo ich mir über meine berufsabsichten klar werden soll.
inklusive optimierungen des bewerbens und so. coaching ebenfalls.
eh ja. gut gemeint. tagesstruktur! ha!
als ob mir die zeit davon rennt,
kommt es mir vor!
ich möchte noch sooo viel machen. mit mir und meinem leben. aber
autonom. eine neue geschichte
steht vor der türe. doch ich muss ja noch bewerbungen schreiben,
den kleinen schreibszene-job jonglieren. für den neuen spuren-auftrag
spuren suchen.
ich glaube, die welt dreht sich
schneller als auch schon. worum sie sich dreht? hm... mitte ist
wohl eine illusion. wie alles. wie nichts. lachen. weinen. lieben.
leben. alles. nichts. und doch... es tut so, das leben, als ob es
wahr sei. als ob es sei. und drum tue ich auch so.
meine arbeitssuche? manchmal
denke ich, dass ich eben einfach zuhause arbeiten will, wie jetzt,
das ist so zu mir passend und ideal. es gefällt mir. aber ebe.
die welt tickt anders. ich träume: hier zwei inserattexte,
die ich an paar orten im internet geschaltet habe. experimente.
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(Literatur und anderes). Möchten Sie Ihren Reichtum mit uns
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bevorzugt) Bitte melden Sie sich unter XXX
(authentische inserate! meine
freundin gibts im fall!)
ansonsten? manchmal muss ich gegen
die decke ankämpfen, die mir fast auf den kopf fällt. nein,
nicht die wohnungsdecke. ich bin gerne hier und ich will im hier
und jetzt leben.
die schwere, schwebende decke
lautet: wo sehe ich mich in zehn, zwanzig jahren? noch immer
latent das gefühl: ich muss noch sooo lange leben! uff...
dabei lebe ich, wenn es mir gelingt, gegenwärtig zu
sein, gut. nur: eine latente zukunftsangst ist noch immer da.
nicht mehr so drängend wie 'früher'. mal schauen, wohin es
mich noch verschlägt. dann denke ich: die ersten 43 jahre habe
ich ja auch geschafft, dann schaffe ich auch die nächsten 20, 30
oder so... he nu... ich übe mich im alltags-einssein mit allem
und mit mir. und im vertrauen auf meine quellen.
dienstag, 1. April 2008
ich verschlinge
milena mosers bücher. am wochenende 'schlampenyoga' (mega!) und
jetzt 'flowers in your hair' (ihre erlebnisse in san francisco).
oft schüttle ich dabei den kopf: ach, die spinnen, die amis! was
ich über yoga nicht wusste: jetzt weiss ich es! heute abend gehe
ich das vorläufig zweitletzte mal ins yoga. doch auch weiterhin
werde ich meinen tag mit asanas beginnen. wie ich es schon seit
jahren tue. im pflug kann ich alles auf den kopf stellen und das
leben aus einer anderen warte betrachten. stelle dabei fest, dass
auch das gegenteil wahr ist. ausserden ist der pflug eine gute
methode, um müdigkeit und kater jeglicher art aus den müden
knochen zu vertreiben.
die irish nigt
auf dem gurten, letzten samstag, habe ich mit einer lieben
freundin genossen. das heisst, genossen haben wir nur das zweite
konzert. am ersten hatten wir jede menge zu kritisieren. dennoch:
es war megaschön! obwohl ich erst, dank zeitumstellung, um drei
uhr früh ins bett kroch, was ich mit einem herrlichen
schlampensonntag belohnte.
ansonsten?
einen neuen spurenheft-auftrag gefasst (wunderbar). mich mit einer
anderen laienautorin gestritten (hässlich). bewerbungen
geschrieben. kurzgeschichten getippt. kontakte gepflegt. gelacht.
gelesen. gegessen. geschlafen. mich über das leben gewundert,
gefreut, genervt, einfach gelebt.
dienstag, 25. märz 2008
wer
war das? madame frühling jedenfalls nicht!
schnee
von gestern

schnee
von heute

ich sollte bewerbungen
schreiben und habe so gar keine lust dazu. das neue spuren will gelesen,
eine neue geschichte geschrieben, mails ebenso, und hier, im
internettagebuch, neues erzählt werden... neues?
meine besuche bei
freundinnen(-familien) waren sehr schön, gemütlich, verspielt,
inspirierend und genüsslich. nährend. die heimfahrt gestern - stau,
schneegestöber, eisregen auf der A1 - hingegen war eher gruselig, magisch
und nicht ganz ungefährlich... irgendwann habe ich aufgehört, die autos
auf dem pannenstreifen zu zählen. hoffend, dass ich ihnen nicht
gesellschaft würde leisten müssen. meine fahrsicherheit war leicht
eingeschränkt, denn mein rückscheibenwischer hat mich einmal mehr im
stich gelassen. sodass ich - ausser farbigen lichtern irgendwo in naher
ferne - nicht viel davon mitbekam, was sich hinter meinem rücken
abspielte. nein, es ist nicht die kälte, die ihn ausser gefecht setzt. er
hängt jeweils irgendwo fest, irgendwo klemmt's! und ich frage mich, ob
ich selber auch irgendwo einen eingeklemmten rückscheibenwischer mit mir
herumtrage? womit wir wieder bei den bewerbungen wären.
grüner donnerstag, 20. märz 2008

das
neue spuren ist da. wie jedes mal freue ich mich wie ein kleines
kind darüber. über meinen artikel. und über alle anderen
auch!!!
www.spuren.ch
dienstag, 18. märz 2008
viele
begegnungen liegen hinter mir. eine kleine auswahl gefällig?
schreibtreffen am donnerstag (anregend wie immer). "OK
Novemberschreiben"-gründung am samstag (effiziente
zusammenarbeit mit tollen menschen). gemütliches zusammensein
anschliessend mit zwei feinen menschen (nährend, auch die feinen
suppen im luzerner vegitempel 'hofgarten'). am sonntag die
konfirmation von ronja* (waaas? jetzt ist die kleine schon
grösser als ich, und so strahlend und voller lebenshunger).
erkältet
bin ich noch immer. habe dennoch gestern drei bewerbungen
geschafft, und auch sonst viel papier- (resp. computer-)kram.
kreatives sprudelt, geschichten beanspruchen gewoben,
umgeschichtet zu werden. das nov-buch 'freier fall' will
überarbeitet werden, die steuererklärung ausgefüllt. und der
kühlschrank ebenfalls. das yoga am abend besucht.
alles
im passiv geschrieben. (obwohl doch stephen king, dessen
buch 'das leben und das schreiben' ich zurzeit lese, vom passiv
dringend abrät!) hach! passives tun. gelebt werden. getan
werden - geht das...? tun. so viel tun. definiere ich
erfolgreiche tage am umfang der geleisteten taten? hm. will ich
das? nein! sein will ich. tuend sein.
dienstag, 11. märz 2008
bin
schon wieder erkältet. doof. doch mein weekend hab ich total
genossen. am samstag ein lebhafter besuch bei feunden mit kindern.
abends mit einer freundin im du nord. super! (plattentaufe:
'adieu tristesse' der feet peals, <berner zigeuner-pop(?), französische
texte>). am
sonntag ruhe: sein, malen...

gestern habe ich mir
endlich mit einer freundin 'keinohrhase' angesehen. till schweiger. jaja,
der gefällt :-)... ein paar stellen, dialoge zum thema 'unterschiede
zwischen mann und frau', sind hängengeblieben. amüsanter film. mit
tiefgang. und anschliessend feine gespräche mit meiner freundin in
unserer schon-fast-stammbeiz 'tre fratelli'.
lesen und betrachten
tue ich zurzeit zweierlei:
- chlöisu
friedlis buch: das gesetz des waldes (nicht meins, leider vergriffen)
fabeln, geschichten, gedanken eines depressiven blueskünstlers. suizid
1981 als 32jähriger.
- andy
goldworthys bildband: holz (leider auch nicht meins und leider auch
vergriffen) wunderbare
fotografien vergänglicher kunstwerke aus stein, holz, sand, blättern...
mittwoch, 6. märz 2008
frau
sieht mal wieder ziemlich alt aus heute morgen... 1.) verkatert
und 2.) eine tote maus im haus (natürlich stellanera, die ich
wohl doch als singlemaus hätte weiterhalten sollen. hätte?
sollte?). heute nacht, als ich nach hause kam, sah sie noch
putzmunter aus... wäre hätte das gedacht? herzinfarkt? keine
ahnung... ich habe jedenfalls schon mal eine runde geflennt...
aber was will ich? tot ist tot... hmmm. tieftrauriger seufzer... (bitte
gedenkminute für stellanera maus! danke!) hätte ich es wissen müssen?
habe vorhin unter der dusche gedacht: wieder habe ich ein
wehrloses geschöpf unberechenbaren kräften ausgeliefert!
jetzt liegt stellanera 'aufgebahrt' auf dem tisch, in einem schönen
schachteli weich gepolstert, daneben eine kerze...
ich
mache mir den (leisen) vorwurf, warum und ob ich es nicht geahnt
habe...
oder habe ich gar eine allfällige ahnung einfach ignoriert? kann
jemand (mit ausnahme eines vorsätzlichen mordes) wirklich die
verantwortung für das leben und den tod eines andern überhaupt
HABEN? (liebgottspiele mag ich einfach nicht!) wollte ich einfach
um jeden preis, dass die vergesellschaftung diesmal klappt? auf
der anderen seite ist auch der tod eines tieres für mich nicht
'das letzte', er ist auch für sie, wie für uns alle, einfach ein
teil dieser realität von materie. ich kann es relativieren. natürlich.
doch zugleich vermisse ich sie... ehrlich wahr! *snieff*
mein
kopf ist mal wieder ziemlich flockig... ehrlich, ich trinke nie
mehr alkohol... (jedenfalls nicht, bis zum nächsten mal). ray
yamon*, ein mitschreiberling, hat mich spontan zum mitkommen
gefragt. in
berns kramgasse-bar ONO werden einmal monatlich texte (nach
voranmeldung) vorgelesen. wunderbares ambiente. ein
gemütlicher fauteuil, eine leselampe, ein tischli daneben. und
superspannende texte. vielleicht werde ich das nächste mal lesen.
und das trinken lassen. vielleicht.
zum
glück hat mich ray yamon* nach hause gefahren, bin einfach nicht
geeicht...
dienstag, 5. märz 2008
ich habe heute
grossputz gemacht und zuvor wieder mal versucht, meine drei mäusedamen zu
vergesellschaften. noch weiss ich nicht, ob es geht. denn die kleine, die
nun seit dem tod ihrer partnerin (fast drei monate oder so) alleine gelebt
hat, stellanera, wird von der einen der zwei anderen genervt. die chefin,
piccola (nomen est omen, denn sie war früher die kleinste!) hat einen
sicheren stand, doch mocca und stellanera müssen wohl den 2. und 3. platz
ausfechten. stellaneras wohl liegt mir vor allem am herzen. ist es ihr
wohler in einer dreiergruppe, wo sie klar die nummer drei sein wird (darauf
wirds hinauslaufen, denk ich mal), oder ist es ihr wohler alleine?
bis jetzt hatte ich das gefühl, dass sie sich als single noch ganz wohl
gefühlt hat. sie ist zutraulicher geworden. doch irgendwie ist es eben -
nach buch und erfahrung - nicht mäusegerecht, eine maus alleine zu halten...
darum mein versuch...
freier
tag, 29. februar 2008
ein
tag wie ein bonus-track. ein tag als geschenk. ebenso ist jeder regentropfen,
der heute gefallen ist, ein geschenk. ist ein kuss des himmel - sagt hunderwasser. each raindrop
is a kiss from heaven.

ein
bild, das ich damals, als ich claudio*, lars' papa, kennen und
lieben lernte, immer aufgehängt hatte. ein satz wie eine
verheissung. ein bild voller fruchtbarkeit. es passt zu diesem
geschenkten tag, den es nur alle vier jahre gibt. der mitten in
der nacht mit hellwachen philosophischen gesprächen angefangen hat.
novita* und ray yamon* haben mich gestern besucht. novita*
hat mal wieder hier übernachtet. wir. drei rädchen
des berner schreiberlinge-gefüges. schon lange haben wir uns zum
raclettlen verabredet. tausendundeinmal den termin verschoben.
auch gestern hing alles mal wieder an einem hauchdünnen faden:
würde ich aus krankheitsgründen absagen müssen? doch so schlimm
wars denn doch nicht. im gegenteil, das inspirierende zusammensein
war heilsam, das fieber heute schon schnee von gestern, der
halsschmerz kalter kaffee.
am
dienstag, nach dem RAV-termin haben mich die käfer geküsst. habe
mit einer freundin in ihrem garten mittagessend die
sonne genossen. den wind auch. wärne zuerst, dann
auffrischung. abkühlung. zähneklappernd zogen wir endlich in die wohnung
um. am abend wars soweit: fieber, halsweh,
schnupfen... das übliche. trotzallem lasse ich mir nicht die (schreib)laune verderben!
an
alle, die gerne kurz und knapp schreiben: wie wär's mit der
teilnahme am postkarten-wettbewerb
08 von schreibszene schweiz? thema: schreckmümpfeli. (mehr...)

neulich,
im schreibforum, mal wieder eine kolumne gewoben. über das schreiben.
natürlich. (zum text: hier oder auf
dem bildli klicken!) ausgelöst durch das sichten alter texte. ich
staune über meine gedanken von damals. über die prozesse. über das
wiedererkennen. darüber, dass ich noch immer da bin. noch immer schreibe.
mehr denn je schreibe.
sonnen-tag,
23. februar 2008
am
wohlensee den frühling gespürt! lebenslust pur. natur!



das
thema mit dem älter werden kommt zurzeit in immer anderen formen
wieder...
im
yoga, am dienstag, fragte ich mich, ob es das älterwerden (und
damit zunehmende unbeweglichkeit?) ist, oder einige übungen, die
ich nicht sehr mag - jedenfalls keimt je länger je mehr der
gedanke, dass ich mal was anderes machen möchte. vielleicht hat luisa
francias buch (kubabas
granatapfel) damit zu tun? in diesem buch beschreibt luisa
schonungslos offen, wie sie mit ihrer tumordiagnose vor fünf
jahren gelebt hat. gehadert auch. und sich fragen zu
vergänglichkeit gestellt hat. die frage auch, was sie noch
erleben will, solange sie lebt... und ich? was will ich noch
erleben? durch die eine liebe freundin habe ich lust auf
djembespielen bekommen. durch eine andere liebe freundin, lust auf
afrotanzen. wer weiss...
vielleicht
bin ich ja doch nicht so alt, wie ich gestern abend aussah? meine haare waren
weissgesprenkelt! kein wunder, denn wo gehobelt wird, da fallen
späne... oder eher wohl farbkleckse?
mein
neffe bezieht zurzeit eine wohnung im haus seiner eltern. eine
ziemliche scharade das ganze, da die vormieterin eine neue
kleinere (noch entstehende) wohung - auch in jenem haus - bezieht.
baustellen überall. morgen reist die familie meines neffen aus
chile an. seine frau, chilenin, hat ihn den letzten wochen die
restlichen formalitäten zur einwanderung erledigt.
wir
haben geputzt, gezügelt, gemalt... und am abend gab es im
kellerpartyraum pizza aus dem holzofen... alle helferInnen, auch
meine lieblingsnichte natürlich, waren da. darunter ein lieber
freund der familie mit seinen beiden kids. lars war damals marcels*
erster freund. praktisch gleich alt haben die beiden, als ich eine
weile mit lars bei meinem bruder und seiner frau ferien machte,
oft zusammengespielt. marcel*, den ich wohl etwa zwei jahre nicht
mehr gesehen habe, erkannte mich zuerst nicht wieder. erst
später, beim abschied, kam die erinnerung. wie er mit lars ball
gespielt hatte... ich erzählte ihm, dass lars jetzt ein engel sei
und gewiss freude habe, zu sehen, wie gut es ihm, marcel*
gehe...
samstag,
16. februar 2008
ob
ich langsam älter werde? hm... oder bin ich immer genauso alt wie ich mich
fühle? gestern abend etwa dreissig, heute morgen etwa sechzig?
tell me where the years have gone!
schon
das zweite mal innerhalb einer woche, dass ich mir diese frage
stelle... am dienstag
abend traf ich mich mit anderen schreibbegeisterten - wie nun
immer regelmässiger - im restaurant vatter, um gemeinsam an unseren
novembermanuskripten zu arbeiten. was wir auch taten! intensiv
sogar. doch
anschliessend verschlug es uns in eine bar in der altstadt, wo die
zeit wie im flug verging. so schnell gar, dass wir alle unsere letzten busse und züge
verpassten. wir, ray yamon*, der unterwegs sein auto abgestellt
hatte, meine freundin
novita*, die bei mir übernachten würde, und ich machten uns
tapfer zu fuss auf den weg. immerhin drei bis vier kilometer bis
zu mir! dazu bittere kälte. nach einem wärmenden schlummertrunk
liessen wir uns dann doch
endlich müde ich die betten zu fallen.

wenn
ich grad mal nicht unterwegs bin, leute oder den wald treffe,
lese, massiere oder bewerbungsbriefe schreibe, bin ich mir der überarbeitung meiner
novembergeschichte
'Freier Fall' beschäftigt oder mit der synopse darüber,
jener zusammenfassung, die ich hoffentlich bald an meinen zukünftigen verlag
(!) senden werde. auch dieser text steht im grossen ganzen, doch
noch immer feile ich weiter. nie hätte ich geahnt, wie viel spass
mir überarbeiten machen würde...
gestern
war ich mit freunden im bierhübeli. william
white (www.williamwhite.ch) feierte
plattentaufe: 'evolution'.
nach dem zweiten bier (what else?) tanzten wir ab, bis wir so
schlapp waren, dass wir uns mühsam und hinkend zum
parkplatz schleppen mussten. neinein, ich übertreibe natürlich!
die müdigkeit kommt erst jetzt. und hat vermutlich nicht mal mit
dem tanzen zu tun. eher mit dem joggen! JA! heute stand ich, das
erste mal in meinem leben(!) und dazu noch freiwillig (!) mit der
idee auf, joggen zu gehen. gesagt, getan. und ich staune:
es hat gut getan. aber, ach,
jetzt bin ich wirklich mindestens sechzig jahre alt.
sonnen-tag,
10. februar 2008
bald
werde ich mit lieben menschen in der lehmsauna schwitzen. noch
balder ein wenig sonne und waldluft tanken. hach! bin ich nicht
ein glückskind?
ein
gefühl von glückseligkeit durchdringt zurzeit mein daSEIN.
dieses ahnen von bewusstSEIN, jetzt-SEIN, im hier und jetzt SEIN
lässt mich tief und glücklich leben. als wäre ich verliebt. ins
leben. why not! mal was neues! ;-))
die
begegnungen der letzten tage & wochen zeigen mir, wie stabil
und bereichernd mein beziehungsnetz ist. ich treffe mich mit
freundInnen, tausche aus, geniesse immer wieder das alleinesein,
lesen, texteweben, spazieren... und fühle dabei eine innere ruhe,
die einfach IST.
das
es so IST, wie es IST, ist ein geschenk... woher es rührt, vermag
ich nicht zu sagen. es ist IST einfach. sicher, all die kostbaren
begegnungen und gespräche mit lieben menschen haben nährend dazu
beigetragen. erkenntnisse ebenfalls. irgendwie fühlt sich mein
leben einfach gleichgewichtig an. aussen und innen ist in balance,
der ganze umgang, diese freundschaft mit mir. da ich die tendenz
habe, nur zu schreiben, wenn es mir schlecht geht, freue ich mich,
jetzt dieses 'mir gehts gut!' zu feiern.
gestern,
im wald, völlig eingetaucht in den zustand von SEIN, wob ich
dieses gefühl, das jede zelle bewohnte, ganz tief in meine(n)
körper, in meine erfahrung, in meine erinnerung und eben auch in
jede zelle. festhalten kann ich es nicht. aber speichern. schon
als kind wünschte ich mir, schöne gefühle und düfte in dosen
einpacken zu können, um sie bei bedarf hervorzuholen und bei
bedarf - daran schnuppernd - wieder zu aktivieren.
samstag,
2. februar 2008

lichtmess.
wie war das doch gleich? wenn an lichtmess die sonne scheint...
dann? hm, googeln oder nicht? wirds nun nochmals so richtig kalt?
winter? nach diesen vielen sonnigen (vorfrühlings-)tagen schneite
es heute doch tatsächlich. brrrr... aber irgendwie fühlt es sich gut an, denn dann
kann ich endlich doch noch den winter abhaken und mich offiziell auf
frühling einstellen. :-)
ich
war die ganzen letzten tage zyklusbedingt auf halbmast, oder
besser gesagt, auf dem mond. und dennoch die ganze zeit unterwegs. ausser gestern. am donnerstag
habe ich meine freundin melissa* mit ihrer patchworkfamiliy in den
ferien besucht. und mit ihnen das historische städtchen
sowie schloss greyerz mit seinen vielen wunderschönen alten und
modernen gemälden...

beim
thermalbaden haben wir uns anschliessend aufgewärmt, denn ein
altes schloss ist eine klamme angelegenheit! mein kopf hat ganz
schön gedröhnt, als ich spätabends in mein bett gestürzt bin.
mittwoch,
23. januar 2008
der
ökoblues hat sich wieder gelegt und hat einem sehr ruhigen
vertrauen platz gemacht: ich ahne, dass ich zur rechten zeit mit
den umständen schon klarkomme werde. das bewusste leben im hier
und jetzt mit irrationalen sorgen um eine wenn auch unsichere
zukunft trüben, nützt nun wirklich niemandem. praktiziert habe
ich dies eh schon zu oft.
ich
fühle mich zurzeit ziemlich heiter. das viele sonnenlicht der
letzten tage, die zwar nicht der jahreszeit gemässe wärme und
sogar der regen hin und wieder tun mir persönlich gut. dazu habe
ich in den letzten tagen ein paar sehr erfreuliche dinge erlebt.
am
montag genoss ich eine herrliche energiebehandlung bei yvonne.
aufgeladen und gestärkt machte ich mich danach daran, endlich
meine neue garderobe zu kreieren. bohren tu ich eh sooo gerne!
;-)))
das
füllhorn gibts wirklich! meine hausratversicherung, die ich
endlich, obwohl das ganze längst verjährt ist, bat, den
restschaden von damals zu übernehmen, der nicht vom spendenkonto
gedeckt wurde, hat viele batzeli über mir und meinem konto
ausgeschüttet. juhuuu! (kurze info: ich habe bei der trennung
damals 'netter- und typischerweise' sehr viele sachen in der alten
wohnung zurückgelassen. und nach der explosion nichts als verlust
gehabt, und viele tränen).
heute
habe ich mit meinem RAV-berater wieder eifrig diskutiert und
politisiert. jaja, natürlich hat er schon auch nebenbei meine
bewerbungen und absagen quittiert. da entdeckte ich in seinem
nachbarbüro eine ehemalige (umgeschulte) buchhändlerin-kollegin
als beraterin! ein sehr schönes wiedersehen, zumal sie eine
viertelstunde zeit zum austauschen hatte! nach 18 jahren!
anschliessend habe ich, als supplement der 'schönen zufälle des
lebens', im ausverkauf - in einer kleinen boutique in bümpliz -
bei einer herzigen älteren italienerin einen handgestrickten
flauschpulli gekauft. es war so herzig, zu sehen, wie sie sich
mitfreute, dass mir der pulli so gut steht!
dienstag,
15. januar 2008
nein,
es geht mir nicht schlecht. auch nicht wirklich supergut. es ist
bloss so, dass ich seit tagen den ökoblues habe, da der
klimawandel und seine nebenerscheinungen mir auf die pelle rücken
und ich mich frage, ob ich der einzige mensch - der einzige
spirituell geeichte mensch - bin, der angst hat, der sich sorgen
macht.
nein,
diesen ökoblues kann ich nie wirklich ausblenden. er ist einer
meiner feinen roten fädchen und webt sich, seit ich denken kann,
durch mein leben. dabei lässt er, wie immer, die
allerambivalentesten gefühle in mir zurück. einerseits
hilflosigkeit. zum anderen aber eben auch das latente gefühl, die
angst, dass ich kommenden veränderungen möglicherweise nicht
gewachsen sein werde. dann auch das bewusstsein, wie abhängig ich
von gewissen konsumgütern und einem gewissen lebensstandard und
alltagsluxus bin (könnte ich ohne schoggi leben? ohne mein
schampoo? ohne meine badewanne? ohne meinen laptop? ohne meinen
rückzug?
ohne dies und jenes...). dann wieder denke ich, dass es zukünftig
- wie bisher? - zwei optionen geben wird: 1.) "jedeR für
sich!" ellbögle. jedeR rennt zu seinem/ihrem platz an der
sonne, den sie/er sich ja gewiss auch redlich verdient hat. oder
aber, 2.) "wir helfen alle einander!". und ich gestehe:
ich habe angst davor, dass ich nicht sozialkompetent genug dafür
wäre!
eine
freundin meinte "irgendwie kriegen wir es schon hin!
hinterher lachen wir darüber, weil wir so ein theater gemacht
haben." vermutlich hat sie recht. soll ich mir heute
wirklich schon sorgen um morgen machen? habe ich nicht immer im
leben für alles eine lösung gefunden? nein, ich bin deswegen
kein 'nach mir die sintflut'-typ. doch mir gelingt es auch nicht
wirklich - öko-global gesehen - , in all dem, was wir menschen
mit unserer 'immer-mehr'-mentalität (mich eingeschlossen)
angerichtet haben, das beste, vollkommene (à la tipping) und
sinnvolle zu sehen. he nu... ausser dass es wohl im übertragenen
sinne wieder mal zeit für eine sintflut wird?
wie
war das doch gleich: „Im Weltall begegnet ein Planet einem
anderen. ‚Na, wie geht’s?’, fragt er. ‚Schlecht!’,
antwortet der Gefragte, ‚ich habe Homo sapiens!’ ‚Puh!’,
stöhnt der andere mitfühlend, das hatte ich auch mal! Keine
Angst, das geht vorüber!’
dienstag,
8. januar 2008
aufgetaucht
aus den tiefen meiner zweifel und grübeleien habe ich wieder mut
gefasst, dass das leben mehr sein muss als alltägliches
überleben...

gebrochenes licht...
gestern
nachmittag habe ich den inhalt meines portemonnaies verdoppelt!
vinja* war für eine energieausgleichende fusstherapie-behandlung
bei mir. sie war hin und weg von der behandlung und ermutigte
mich, dieses 'talent' zu reaktivieren.... mal schauen... vor allem
der umgang mit energieaustausch - auch geld ist energie! - ist für
mich eine grosse herausforderung...
all-tag
kann so ätzend sein, jedenfalls dann, wenn ich ihn mit wörtern
wie 'routine' und wiederholungen besetze. selbst im schönsten 'nichtstun'
(obwohl das ja für mich nicht stimmt, da ich sehr viel arbeite =
schreibe), kommt eine art 'eintönigkeit' auf, die sicher an
meiner krise mitbeteiligt war... dieses sich und meine
lebensberechtigung als ganzes in frage stellen... besonders dort,
wo eben die leistung (einer freie autorin) nicht mit cash
honoriert wird... ein teil von mir wehrt sich, dass ich so
materiell denke, der andere teil in mir ist dran, sich mit dem 'bösen
geld' und der 'bösen materiellen welt' zu versöhnen, die
feindbilder zu entsockeln und eben alles als wertfrei und
miteinander verbunden und zusammengehörig anzuschauen.
hach,
immer diese sehnsucht, endlich das 'wahre' zu finden! und ich
weiss es ja genau: 'es' ist nicht da draussen, das wahre, das was
mich glücklich macht, es ist in mir drin! und von da kann es
auch raus... innen ist aussen und umgekehrt...
'meine
gedanken kommen als erfahrungen zu mir zurück' habe ich
vorgestern auf einer karte gezogen. wenn ich denke, dass da
draussen 'mangel' ist, fühle und erlebe ich ihn auch in mir drin.
und auch umgekehrt: wenn ich über die welt da draussen weiss,
dass es von allem genug hat, dass energie im überfluss da ist,
die sich materialisieren will und kann, fängt es in meinem
inneren auch an, wieder zu fliessen. ich erlebe mal wieder, wie
sich innen und aussen entsprechen. die wärme und der regen haben
meine gefrorenen gefühle wieder aufgetaut und mir gehts ziemlich
viel besser.

...an der wand.
dazu
passt auch die erkenntnis, dass wir zwar alle unsere farben haben,
die wir nicht mischen sollten, weil sonst kackebraun draus wird,
aber dass wir doch alle zusammen die ganze farbpallette sind. will
heissen: ich bleibe bei mir, du bleibst bei dir - dennoch teilen
wir und tauschen wir aus.
der
regenbogen an der wand - einer von denen, die lars früher zu
fangen versucht hat - erinnert mich daran, dass der schatz am ende
des regenbogens gar nicht so weit weg ist: in mir drin nämlich.
hier!
dienstag,
1. januar 2008
"Hätte
der Schmetterling sich als Raupe je vorstellen können, ein
Schmetterling zu sein oder dass er fliegen könnte?",
hat mir heute eine liebe freundin geschrieben. nein, hat er wohl
nicht!?, denke ich.
intensiv
tauschen wir über das gefühl der wandlung und veränderung aus,
dass wir in uns beobachten, über dieses nicht-mehr und noch-nicht,
dass nichts mit altjahrswoche und neujahr zu tun hat. eher mit den
neuen herausforderungen beruflicher natur, die wir beide an uns
herankommen sehen und denen ich mich überhaupt nicht gewachsen
fühle. ausgereifte visionen und strategien für mein leben fehlen
mir, fehlten mir immer schon - doch die braucht mensch zum
leben und überleben sooo furchtbar dringend! *bissiges
lächeln! ;-)*
zu
sehr, um mich um solche 'nebensächlichkeiten' zu kümmern, bin
ich mir der vergänglichkeit aller materie bewusst - und allen
materiellen strebens. zu sehr, so sehr jedenfalls, dass ich eine
art abgeklärtheit, die hin und wieder als 'arroganz'
missverstanden wurde/wird, an den tag lege... ich hindere mich -
nicht wirklich bewusst - selber daran, hier und jetzt, mitten in
dieser illusorischen materiellen welt ankommen zu können -
vielleicht weil ich es nicht wirklich will? und mit gutem willen
(verschollen!) komme ich nicht weiter. was nun? kapitulieren?
vielleicht. allerdings scheint mir 'so tun, als ob' wie verrat
meiner selbst.
dennoch...
ein bisschen besser als in den letzten tagen gehts mir heute
schon. die orakel-karten, die ich heute nacht - für das eben
begonnene jahr 2008 - gezogen habe, waren sich alle erstaunlich
ähnlich in ihrer aussage, obwohl ich verschiedene kartendecks
(zwei verschiedene tarot-decks, die krafttier-karten, das
göttinnen-orakel) verwendet habe. der grundtenor ist: mut zum
rückzug, auf mich selbst besinnen, abwarten, meine eigene kraft
zulassen, vertrauen, mich hingeben, dasjenige finden/tun,
was wirklich mein ding ist...
eigentlich
könnte ich mich nun zurücklehnen, danken und vertrauen. nur: ob
sich mein konto so füllt?
doch
auch anderes nährt... am meisten tut das freundschaft und liebe.
um mitternacht erfüllte der gedanke an all die lieben menschen in
meinem leben mein ganzes denken. auch dachte ich an meinen
göttibueb janus*, mit dem ich vorgestern im kino war, 'The Golden
Kompass' schauen. ein film, der mich sehr berührt hat, geht es
doch dort um etwas so wesentliches wie eines der grössten
geschenke und zugleich die grösste herausforderung, die wir
menschen bekommen haben: UM UNSEREN FREIEN WILLEN.
doch
wenn ich mir daraufhin bewusst mache, dass nichts, was wir tun
wirklich falsch sein kann - wie
colin c. tipping lehrt -, tauchen neben trost und hoffnung
auch ganz viele neue fragen auf... solche nach sinn, unsinn des
lebens... und so weiter...
da
capo al fine? ist es das, was ich lernen soll?
in
'dunkle spiegel', ihrem neuesten buch, schreibt luisa
francia:
Wir
können uns mit Orakeln dem Verborgenen nähern, doch wichtiger
noch ist es, Frieden zu machen mit dem, was auftaucht. Zu
respektieren, was wir nie wissen werden. Sich nicht ins endlos
Suchende, Süchtige treiben zu lassen, um das Verborgene zu
entdecken, denn wir werden es niemals ganz erhellen können. Und
das ist gut so.
***
Wenn
ich Teil von allem bin, sehe ich in allem alles. Schaue ich in den
dunklen Spiegel, sehe ich meine Freude und jede Freude, die je
empfunden wurde. Ich spüre meinen Schmerz und jeden Schmerz, der
je erlitten wurde. Alles, was je Form angenommen und sie wieder
verloren hat, ist Teil des dunklen Spiegels.
***
am
3. januar 08 hat luisa francia das aktuelle jahreshorsokop 2008 in
ihr internet-tagebuch gestellt (mehr...)
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- Betreff: Janaluna)
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