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Sonntag, 7. Juni 2009 Herzlich
Willkommen auf
meinem WordPress-Blog, Ich freue mich auf deine Kommentare und den Dialog mit dir! Klick hier: http://sofasophien.wordpress.com
Donnerstag, 4. Juni 2009 So schön (Klick zum Blog) Pfingstmontag
ist Vergangenheit. Unser Schreibmarathon war genial! So was Inspirierendes
habe ich schon lange nicht mehr erlebt und gemacht! Die
Idee stammt aus dem Buch "Writing
to the Bones" von Natalie Goldberg, die, so viel ich weiss, neben der Schreibarbeit auch therapeutisch und schamanisch arbeitet. Heute auf dem Weg zur
Arbeit gedacht: Das Leben ist doch nur spannend wegen der Fallmaschen. Wir sind zwar
alles Ästheten und Ästhetinnen und lieben Schönes. Doch wenn alles immer perfekt und
wunderschön wäre, puh!, was wäre das Leben langweilig! Auf dem Weg von der Post ins Büro
habe ich mir alle möglichen Menschen angeschaut. Alle wollen den äusseren
Eindruck von Schönheit, Harmonie und "Ich habe das Leben im Griff" vermitteln. Alle. Ich auch.
Sonntag, 31. Mai 2009 Leer (Mittag) (Klick zum Blog) Sind
es (wirklich nur) die Hormone, die prämenstruellen, die eine Frau - mich! - von
glücklich in ungeniessbar verwandeln? Haben es andere einfacher? Sind
Männer diesbezüglich wirklich besser dran? Morgen tagt unsere Schreibgruppe zum gemeinsamen Schreibmarathon. Darauf freue ich mich total! Und auch über die musikalischen Highlights der vergangenen Woche! Pippo Pollina solo im ONO. À la carte. Will heissen, er servierte uns pfannenfertig jene Songs, die das Publikum bestellt hat. Genial! In den ungefähr fünfzehn Jahren, die ich Pippo nun kenne, begeistert mich immer wieder seine Bühnenpräsenz. Neu entdeckt: www.chantemoiselle.ch Tango, Blues und mehr ... Bärndütsch!!! Musik für Herz, Seele und Füsse!
Voll (Abend) (Klick zum Blog) Habe mal wieder den Bantiger heimgesucht. Bestiegen und
erklommen. Die Weitsicht genossen. Das Herz gefüllt. Höhenluft geatmet.
Sonne getankt. Den Wind gespürt. Bilder gehamstert - als Vorrat für
kalte Tage.
... ach ja, auch mein Sternchen* hat mal wieder vollgetankt! So haben eben alle ihre Bedürfnisse.
_________________________________________________________________________ (*= Toyota Starlet. Aber frage bitte niemand, wie alt die vierrädrige Dame ist ...).
Sonn(en)tag, 24. Mai 2009 Die Natur der Dinge (Klick zum Blog) Ich bin zurzeit fast jede Minute draussen. Zu Fuss oder mit dem Velo im Wald unterwegs. Oder sonst wo in der Natur. Frühling/Sommer, Sonne, Wasser und Natur sind mein Lebenselixier. Heute wanderte ich an einem wunderschönen Bach entlang. Das Wasser war zwar noch ein bisschen sehr kalt, aber drin war ich trotzdem. Wenn auch nur kurz. (... ein Draufklick und das Bild wird gross!) Ich finde nichts inspirierender, als durch die Natur zu gehen. Die Geräuschkulisse lässt meine Gedanken drunter und drüber purzeln. Geschichten werden gezeugt und Probleme gelöst ... das Leben scheint einfach und ich unverwundbar, stark und kreativ. Noch immer philosophiere ich über den Schädling und den Nützling Mensch und frage mich ...
Doch die alles entscheidende Fragen lauten:
Samstag, 23. Mai 2009 Schädling
Mensch II Und ich glaube trotzdem, dass die Erde irgendwann und irgendwie mit uns fertig wird. Obwohl wir Schädlinge sind.
Sagt ein Planet zum anderen: Na, wie gehts denn so? Sind ja paar Lichtjahre vergangen, seit wir uns zum letzten Mal gesehen haben! Antwortet der andere: Puh! Frag lieber nicht! Habe grad Homo sapiens ... das juckt überall! Ziemlich lästig! Meint der erste: Keine Panik! Hatte ich auch schon. Ist zwar unangenehm, geht aber vorüber ... Der Film "Das Schweigen der Lämmer", den ich gestern gesehen habe, brachte mich im Zusammenhang mit meiner 'Schädling Mensch'-Theorie auf altneue Gedanken. (Alt deshalb, weil alles Gedachte irgendwie Recycling ist.) Item. Was motiviert einen Menschen einem anderen Menschen Schaden zuzufügen, wie es beispielsweise Hannibal Lecter und "Buffalo Bill" im besagten Film tun? Oder auch ein bisschen weniger heftig. Ganz alltäglich. Meine zweite Frage stelle ich besser nicht: "Wieso ergötzen wir uns an Krimis, Horror, Dramen und dergleichen mehr?", denn die erste ist nahrhaft genug und Erklärungsansätze gibt es viele. Wir alle fügen anderen Schaden zu. Bewusst oder unbewusst. Immer wieder. Jeden Tag. In der Regel rechtfertigen wir unsere Taten mit scheinbar logischen Erklärungen. Möglicherweise spüren wir zwar, dass unser Tun nicht mit unserer Ethik übereinstimmt und haben deswegen ein schlechtes Gewissen, können aber scheinbar - Sachzwänge und so - nichts daran ändern. Oder aber wir bitten das Gegenüber, dem wir geschadet haben, um Verzeihung. So weit so gut. Was aber steckt denn hinter unserer Handlung WIRKLICH? Ja? Genau! Wir sind selber Opfer einer schmerzhaften Handlung gewesen. Deshalb. Deshalb reagieren wir heute so und nicht anders. Bewusst oder unbewusst. Ich weiss, dass das abgedroschen tönt und zigmal durchgekaut. Das mit dem Opfer ist sowohl wahr als auch eine totale Selbstverarschung. ("Ich kann nichts dafür, dass ich dich geschlagen habe. Weisst du, mein Vater hat mich damals auch geschlagen ...!") Ich bitte um eine Gedenkminute für Luc (4), der am letzten Montag von seinem Vater unter den Zug geworfen wurde. Beide starben. Sein Vater ist durchgedreht, weil seine Ex-Frau, also Lucs Mutter, mit ihrem neuen Partner nach Marocco, in ihre Heimat, zurückkehren wollte. So sehr ich Verständnis für die Traurigkeit und Verzweiflung des Vaters habe, so denke ich doch einmal mehr an Brechts Kreidekreis. Mich empört die Berichterstattung in den Medien! Bei jedem anderen erweiterten Suizid wird der Täter von den Medien gerügt und die Mutter bedauert. Zu Recht. Doch hier, wo es um einen sympathischen Lehrer, der verzweifelt war und eine ausländische böse Mutter geht, haben alle bloss Verständnis für den Täter. Puh. Warum mich das bloss so aufwühlt? Ooops. Jetzt hab ich mich verzettelt. Eigentlich wollte ich ja gar nicht diese alten Opfertheorien aufwärmen. Und urteilen will ich schon gar nicht. Eigentlich wollte ich doch über unsere Wunden schreiben. Und dass ich, je älter ich bin, ahne, spüre, denke, dass wir dazu hier sind (Menschen dieser Erde), um uns mit diesen Wunden auseinanderzusetzen, an ihnen zu arbeiten. Um menschlicher zu werden, nicht perfekt, aber um unsere Unvollkommenheit zu integrieren und zu akzeptieren. Kurz: Um lieben zu lernen, was ist. Lieben TROTZallem. Das Leben ist eine Möglichkeit trotz alldem, was nicht gut ist, was weh tut, was vernarbt ist, was wund und krank ist, sich selber liebevoll zu begegnen. Sich selber und denn anderen. Und der Erde. Wenn ich den anderen schade, spiegelt das meinen Umgang mit mir selbst. Selbstsabotage. Wie der gute alte Tschiises schon sagte, früher mal: Liebe dich selbst. Und deinen Nächsten ebenso wie du dich selbst liebst. Oder so. Frei nach Janaluna. Übrigens einer der wirklich essentiellen Aussagen der Bibel, finde ich.
Donnerstag, 21. Mai 2009 Schädling Mensch I Eine meiner Thesen
über die Welt besagt, dass der Mensch der einzige Schädling ist, der auf
der Erde herumwuselt. Alle andern Lebewesen sterben, wandeln und erneuern
sich laufend in einem natürlichen Kreislauf. Will heissen, sie würden.
Konjunktiv. Hätte der Mensch nicht drein gefunkt. Zum Glück kann der Mensch auch Gutes tun. Warum auch immer. Vielleicht um gemocht zu werden? Besser immerhin als gar nicht, doch an Altruismus glauben mag ich nicht. Weil der Mensch, wie
gesagt, (auch) ein Schädling ist, braucht es auf dieser Erde, des
Gleichgewichtes wegen - obwohl dies leider nicht wirklich genug
Gegengewicht ergibt - die Arbeit von Hilfswerken. Obwohl es eigentlich
tragisch ist, dass es diese braucht. Ein Hilfswerk
funktioniert
nur, weil es ganz viele Menschen der Kategorie Nützling gibt, die an die
sozialen und humanitären Werte glauben. Puh, wie viel klüger doch die Bäume sind. Und die Tiere. Und die Steine erst!
Donnerstag, 14. Mai 2009 Von Zeckenbissen und anderen Lebensgefahren Was
soll das? Es juckt mich. Was für ein Erwachen! Ein Mückenstich an der
Fessel, na so was! Was fällt dem Vieh bloss ein, mich zu pieksen? Mich,
die ich pro Jahr auf durchschnittlich 1,329 Mückenstiche komme und von
Bremsen und Zecken weiträumig umgangen werde. Seit Jahren! Gedacht,
getan. Vermutliche Wartezeit vierzig Minuten, wird mir beschieden. Ich
gehe kurz zur Post gegenüber und leere das Geschäftspostfach. Melde mich
im Büro für unbestimmte Zeit ab und lese wartend meine Büro-Post. Dann
die Zeitung. Anschliessend das neue Asterix. Und danach drehe ich
Däumchen, zähle Minuten, zähle die Ärzte (männlich alle), zähle die
Assistentinnen (weiblich alle). Beobachte die neuen Patientinnen. Versuche
mir ihre Krankheitsgeschichten auszumalen. Drehe noch mehr Däumchen.
Schaue zur Uhr. Auf dem Weg zum Büro bin ich zweimal fast unter die Räder gekommen. Leben ist lebensgefährlich! Mit zweieinhalbstündiger Verspätung erscheine ich endlich lebendig an meinem Arbeitsplatz und habe zumindest eins gelernt: Zeckenbisse gelten als Unfälle und werden von der Betriebsversicherung übernommen. Immerhin etwas. Trotzdem werde ich weiterhin in den Wald gehen. Gestern war ich sogar joggen. Jawohl! Ich! Joggen! Seit ich nicht mehr rauche, habe ich mehr Lust, mich zu bewegen. Wer hätte das je gedacht! Ich habe nun wohl mehr Sauerstoff im Blut. Ob die Mü- und Zecken mich wohl deshalb ab sofort zum Fressen gern haben?
Freitag, 8. Mai 2009 Nahrung Heute,
bei meiner morgendlichen kleinen Göttinnenmeditation, bei der ich mir den
jeweiligen Tagestext aus Luisa Francias Göttinnenbuch vorlese, kamen mir
folgende Gedanken:
Samstag, 2. Mai 2009 Verbotene Orte Als ich gestern Nachmittag - endlich mal wieder - eine von Berns Buchhandlungen heimsuchte, blieb ich mitten im Gehen wie angewurzelt stehen. Den Blick auf ein rotes Buch geheftet, einen Freudenschrei samt zugehörigem Lächeln auf den Lippen. Jippiiee, Fred Vargas hat einen neuen Krimi geschrieben!
Ohne dass ich es mitbekommen habe! Ja, ja, ich weiss, das Buch wird sicher bald in der Bibliothek stehen, doch es muss auch - balder als bald! - in meinem Büchergestell stehen! Teure Wochen! Kleiner Autoservice, kleiner Veloservice, kleiner Haarservice ... So kurble ich die Wirtschaft an, fördere KMUs ... :-) Meine
Woche war auch sonst sehr intensiv. Das Geburtstagsfest von M* - Expartner
und Nochimmerfreund - am letzten Samstag machte total Spass, zumal ich
versuchsweise auf jegliche Exzesse und Suchtmittel verzichtete. Keine
Zigaretten - heute schon der 16. Tag! -, Hasch eh nicht, kaum Alk, nix
Süsses. Und dabei festzustellen, dass ich alles viel intensiver
wahrnehme. Ungefiltert, unmittelbar. Was sich einerseits total gut
anfühlt, aber andererseits eben auch total anstrengend ist und mir einmal
mehr zeigt, wieso wir diese Filter zu "beNÖTigen" meinen.
Als Schutz ... Tja, alles ist eben "sowohl - als auch" ... Mehr zum Thema Hochsensibilität ... hier klicken!
Donnerstag, 23. April 2009 Back to Work Letzten
Samstag kollerte es mir, wenn ich an die Rückkehr ins Büro dachte. Ich
hatte keine Lust und noch so viel vor. Auch genoss ich meine neue
Langsamkeit. Am Montag war ich erstaunlich motiviert. Welche
Rollen spielen wir? Spielen wir sie gerne? Oder würden wir, so wie ich
hin und wieder, diese Haut nicht gerne mal abstreifen? Diese Rolle, die wir alle in
Gruppen einnehmen, ist bei mir jene der
Brückenbauerin. Ich werde über kurz oder lang in jeder Gruppe zu derjenigen,
die vermittelt, die verschiedene Ansichten versteht, die zusammenbringt. Heute
ist mein achter rauchfreier Tag! *miraufdieschulternklopf* Ich stelle
fest, dass das Reissen in und hinter der Sucht, also dasjenige, das mit
uns macht, dass wir Lust auf Zigi oder Schoggi oder Alk oder andere
Suchtmittel haben, bei mir nicht grundsätzlich von innerer Leere oder
Frust herrührt, sondern aus eine starken (An-)Spannung. Ich bin
nicht wirklich gut im Runterfahren, stehe schnell unter Spannung.
Verantwortungsgefühl klopft an, Perfektionismus. Du solltest doch noch
... Vergiss bloss nicht, dass ... Puh ... Purer
selbstgestrickter Druck! Ich will endlich (m)einen
Weg finden, diese Spannungen gesund abzubauen. Eigentlich bin ich da ja
schon länger dran, wenn auch nicht wirklich konkret. Das Problem ist bloss,
dass gesunde Wege wie Yoga undsoweiter Disziplin von mir verlangen, während
Rauchen und anderes nichts von mir will. Mir allerdings auch nicht
wirklich etwas gibt.
Freitag, 17. April 2009 Mein erstes Mal Was für erholsame Ferien! Die perfekte Mischung von Gemeinschaft und kreativem und/oder kontemplativem Alleinsein. Kaum vorstellbar, wie mies es mir vor zwei Wochen gegangen ist. Jetzt fühl ich mich richtig neu und am liebsten hätte ich gleich noch länger Ferien ... Tja, wer möchte das wohl nicht?! Vorgestern war ich mit einer Kollegin auf dem Jungfraujoch (Bilder: hier klicken) - mein erstes Mal. Ein Must für jede Schweizerin. Steht jedenfalls auf dem Prospekt, na ja, dort steht halt für jeden Schweizer. Wollte trotzdem mal hoch, zumal ich einen Vergünstigungsgutschein hatte. Die Jungfrau ist teuer. Ein
herrlicher Tag. Der letzte ohne Regen, hiess es im Wetterbericht.
Strahlende Sonne, Bergvorfrühling ... Höher und höher fuhr die
Zahnradbahn. 3454 M. ü. M. Oder so. Im Stollen durch den Eiger und den
Mönch wuchs die Spannung ... Was wird mich oben erwarten? Gestern verbrachte ich einen herrlichen Weibertratsch-Tag bei meiner Freundin Melissa* und ihrer wunderbaren Patchworkfamily im Aargau. Nein, nein, kein Tratsch, viel mehr herzerwärmende Gespräche mit Tiefgang, Lachen, Kichern, Spielen. Abends Kino.
Dienstag, 14. April 2009 Ostern?
Sonntag, 12. April 2009 Neu Fasten ist einfach toll. Ich habe mich schon lange nicht mehr so fit gefühlt. Ja, richtig: Fit. Ich bewege mich gerne und lustvoll, was im Alltag oft nicht der Fall ist. Fit und ganz. Klar und zufrieden. Am
Mittwoch war ich mehrere Stunden mit B.* im Könizbergwald unterwegs. Ist
ja gleich um die Ecke. Bald wird sie wegziehen, meine liebe B.*, zu ihrem
Freund. Der leider nicht gleich um die Ecke wohnt. So geniessen wir die
Zeit, die uns Beinahe-Nachbarinnen noch bleibt. Morgen
werde ich das Fasten brechen. Breakfast. Irgendwie bedauere ich es.
Die Freiheit des Fastens ist einfach wunderbar: Du musst nicht einkaufen,
du musst nicht überlegen, was du kochen könntest. Du hast Zeit und
Energie frei, die du sonst mit verdauen und dergleichen verbrätst.
Dienstag, 7. April 2009 Aufgetaucht? Allmählich
löst sich die dunkle Wolke in mir drin wieder auf. Die Sonne? Die lieben
Mails und SMS von FreundInnen? Nicht nur, aber auch. Der
Ausflug ins Gartenzentrum ist für mich jeden Frühling neu ein Highlight.
I love it. Meinen
Balkon werde ich morgen bepflanzen, Lars' Gärtli war schon heute dran, es
liegt ja auch gleich auf dem Weg.
Freitag, 3. April 2009 Zum Tagwerk meines ersten Ferientages gehörte unter anderem das Bindenlassen der unzähligen gesammelten Ausdrucke von Büne Hubers Online-Tagebuch. Sechs wunderschöne, witzige, tiefsinnige, orignielle Patent Ochsner-Bücher habe ich nun. Sie bergen Alltagsstorys einer Band, Episödchen und Histörchen, Dramen und Highlights und natürlich die Entstehungsgeschichte der letzten CD. Beginnen tut es mit den Aufnahmen in Bern über das Mischen in Rom bis hin zum letzten Gig im Bierhübeli. Geil!
Freitag, 3. April 2009 Drei Wünsche #2 Nun hast du alles, was du dir gewünscht hast!, stellte die Fee lächelnd fest, nachdem ich mich, heil und glücklich wie noch nie, wieder gefasst hatte. Ich nickte selig. Sie beschrieb mit ihrem Stab einen Kreis. Und was wünschst du dir denn so für die Welt da draussen? Ich
seufzte. Ach, ja, die Welt! Die lag mir natürlich ebenso am Herzen wie
eine schmerzfreie Wirbelsäule. Ehrlich! Solche Fragen nehme ich wirklich
nicht auf die leichte Schulter, die sich übrigens so leicht anfühlte wie
noch nie. Liebe
Fee, sagte ich endlich, wie wäre es, wenn das Pendel, das die Welt
bewegt, das Gleichgewicht wiederherstellen würde. Mir scheint, die Welt
habe Schlagseite. Seit so vielen Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten schlagen
wir Menschen die Kriegstrommeln. Es herrschte und herrscht Gewalt,
Profitdenken. Wir nützen einander und die Umwelt aus, übervorteilen und
unterdrücken andere. Im Grossen ebenso wie im Kleinen ... Wäre es jetzt
nicht an der Zeit, das Pendel würde auf die andere Seite schlagen? Damit
das Leben wieder lebenswert wird! Das
Lächeln im Gesicht der Fee erlosch. Wir seufzten gemeinsam. Wünsche weise, es könnte sich erfüllen!, zitierte ich. Weisheit und Liebe, das brauchen wir doch am meisten, flüsterte ich vor mich hin. Wie dumm wir doch sind ... Die freie Wahl hätten wir ... Und was tun wir? Ich brach ab. Hatte ich nicht ebenfalls eine Klagescheck gezückt? Die Fee und ich seufzten erneut. Ich
würde Euch gerne ein Happyend berichten, liebe LeserInnen, und davon erzählen,
wie die Fee und ich doch noch die Welt gerettet haben. Vielleicht ist alles sowieso ganz anders.
Samstag, 28. März 2009 Intermezzo II Geduld, Geduld! Die Fortsetzung von "Drei Wünsche" liefere ich bald. Sonst noch Wünsche?
Dass Wünschen bisweilen funktioniert, habe ich gestern einmal mehr
am eigenen Leib erfahren. Dies Wochenende geht die Rimini Flashdown
I-Tournée von Patent Ochsner
zu Ende. Wie gerne wäre ich an eins der letzten Konzerte gegangen,
denn ich war bereits auf Entzug. Doch alle Bierhübeli-Konzerte
waren ausverkauft. Wer von meinen FreundInnen wäre mit mir schon
auf Geratewohl hingegangen - ohne zu wissen, ob wir Billette
würden mischeln können? Bereits hatte ich mich damit
abgefunden, dass ich nun halt nicht dabei sein würde, als meine
Freundin B.* schrieb, dass sie zwei Tickets organisiert habe und mit
ihrer Freundin E.* deshalb am Freitagabend dabei sein könne. Tja, die Faszination oder das Phänomen Ochsner
- wie kann ich das erklären? Ist es die Authentizität dieser
Band? Sind es Sprachwitz, Übermut, Humor, gepaart mit
Bünes kritischem Blick auf die Mitwelt ... Sind es die Texte, die
Kompositionen? Mittwoch, 25. März 2009 Intermezzo I Luisa Francia liest in Bern? Klar komme ich!
Dann das Déjà-Vu ...
Wie letztes Mal, als ich an eine Veranstaltung von Luisa wollte, hatte ich auch diesmal wieder, es war Montagnachmittag, einen Fieberschub. Wie angeworfen. Nein, da kann Luisa nix dafür. Meine Stimmung wars. Die hat sich in den letzten Tagen mal wieder verdüstert. Winterrückkehr? Obwohl meine Lebensumstände sich ansonsten gut anfühlen und mir die Arbeit Spass macht. Auch hatte ich sehr gute, wertvolle, intensive Begegnungen mit feinen Menschen. Und ich hatte auch sehr intensive Schreibzeiten. Woher dann dieses Tief, dieser Blues? Der aktuellen Intensität meines Innenlebens wegen? Vielleicht. Oder einfach ein atmosphärisches Tiefdruckgebiet? Auch möglich und ohne 'entweder oder'. Mitten hinein in diese Seelengezeiten gesellte sich also am Montagabend das Fieber. Am Nachmittag begann es mit Kopfweh, schweren Gliedern. Doch trotz Fieber fuhr ich - allerdings nicht mit dem Velo wie sonst - in die Stadt und genoss die Lesung. Gemeinsam mit den anderen ZuhörerInnen habe ich gelacht, mich gewundert und mich bezaubern lassen, habe sinniert und philosophiert. Mit einer warmen Umarmung von Luisa im Herz und einem wunderbaren, signierten Buch in der Tasche verliess ich mit meinen Freundinnen schliesslich die Buchhandlung. Das neue Buch? Eines der schönsten aus Luisas Sortiment! Ein Kunstbildband? Ein literarisches Werk? Ein Zauberbuch? Ein Sachbuch über Heilkräuter? Nicht 'entweder oder', sondern 'sowohl als auch'! Ich gönne mir jeden Tag vor dem Einschlafen ein paar Seiten dieser wunderbaren Seelennahrung. Medizin fürs Herz. Mein Fieber ist heute Nachmittag, im Büro zurückgekehrt. Gestern blieb ich zuhause und pflegte mich. Es will meine Aufmerksamkeit auf den Rückzug richten und drum bleibe ich auch morgen zuhause. Schüttelfrost und Schweissausbrüche wechseln sich ab, das Hirn ist weich und die Gedanken verlangsamt. Auch gut. So habe ich Zeit, mich meinen beiden* in den letzten sieben Tagen erhaltenen (signierten) Büchern zu widmen. Und natürlich dem Schreiben. *Mehr
zu "Weidenfrau und Wiesenkönigin" von Luisa Francia
*Mehr zu "Bis ans Ende der Meere" von Lukas Hartmann Aufmerksame
TagebuchleserInnen haben sicher gemerkt, dass der Titel von Lukas' Buch
schon mal irgendwo auf meinem Web-Tummelplatz vorkommt. Nur wo?
Freitag, 20. März 2009 Drei Wünsche #1 Hier!
Ein Blankoscheck für drei Wünsche, sagte die Fee, die mir im Wald über
den Weg lief, und drückte mir den Wisch in die Hand. Er fühlte sich
federleicht an. Ich zwinkerte, doch die Fee stand noch immer da. Aha,
sagte die Fee, du wünschst dir also Heilung! Gut. Ist
das alles? Sie lächelte und tippte mit dem Zauberstab auf
meinen Scheck, der sich sofort - einen wunderbaren Duft verströmend
- in Luft auflöste. Danke!
Ich stotterte noch immer, zu unbegreiflich war das eben Erlebte. (Fortsetzung folgt)
dienstag, 17. märz 2009 anders? Bin
umzingelt by janaluna/17.3.09
samstag, 14. märz 2009 Neue Altlasten Heute war mal wieder Haushalten und Entsorgen angesagt, da unser Treppenhaus nächstens zu den gutbürgerlichen gehören soll. Will heissen: Keine Schuhe mehr, keine leeren Blumentöpfe mehr. Weder alte Velos noch Müllhalden im Keller. Nächste Woche wird alles aus Treppenhaus und Keller entsorgt, was die Fluchtwege – und die Putzequipe – stören könnte. Na ja. Kinder, die mit dem Bade ausgeschüttet werden, mochte ich noch nie. Und gutbürgerliche Machtdemos auch nicht. Ausserdem wird die angekündigte Grundräumung vermutlich zu den jährlichen Nebenkosten gerechnet. So beschloss ich, die Gunst der Stunde zu nutzen und ein paar Altlasten aus meinem Keller zu den bereits zugemüllten Nischen im Keller zu stellen. Wenn schon, denn schon. Danach war ich mit weiterem Kleinkram, darunter etwa zwei Zentner Bücher, im Brockenhaus. Und bin eine halbe Stunde später mit neuen Altlasten (= ein paar Bücher und so) nach Hause gefahren. Tja. Die Katze kann das Mausen nicht lassen. Oder nennt sich das wohl "alles fliesst"? Die
Plattentaufe von Claudes CD „Wing
by fin“ gestern in der Alten Kaserne in Winthi war sehr schön und
sehr berührend. Anschliessend mit Salomé* im Tibits austauschen bis der
letzte Zug fuhr, ebenfalls. Dass
Schreiben eine Art Altlastenumwandlung ist, begreife ich immer mehr. Jedes
Schreiben ist letztlich autobiografisch. Und zu jeder Biografie gehören
eben alten Lasten. Link zu Claude Jaermanns CD: hier klicken!
donnerstag, 12. märz 2009 - Nr. 1 Hast du Zeit? Zeit I Arme
Uhren *** Was
tut sie denn, meine Lebenszeit, und wie? Randvoll gefüllt mit
Kreativität und meiner ureigenen LebensArt (= Kunst?) ist sie. Ein voller
Brunnen. *** Zeit II Arme
Uhren *** Nein, ich trage keine Armbanduhr! Und, ja, ich kann die Zeit sehr gut schätzen, bin selten mehr als eine Viertelstunde daneben. Ausser ... ja, natürlich, ausser wenn ich lese. Da ist es plötzlich halb zwei Uhr nachts, obwohl meine innere Uhr erst elf oder halb zwölf Uhr anzeigt. Was ist nun wirklicher? *** donnerstag, 12. märz 2009 - Nr. 2 Kreise Fronten
mag ich nicht Kreise
mag ich
donnerstag, 5. märz 2009 Warum? Warum nicht? Gewohnheiten
haben einen schlechten Ruf. Der Alltag ebenfalls, der mit seinen
täglichen Gleichförmigkeiten auf den ersten Blick grau in grau aussieht.
Warum eigentlich?
mittwoch, 4. märz 2009 Kommt es auf NICHTS an? Alle scheinen sich vor langen Texten zu fürchten! Auch ich ...
wenn ich lange Mails, Tagebuch- oder Forumeinträge schreibe. Kürzen ist das
Zauberwort! Kurz und bündig! Wir fürchten uns davor, andere vollzutexten und
zugetextet zu werden, sind getrimmt auf knapp und knackig. Wer liest schon
gerne lange Texte?
samstag, 28. februar 2009 Von eleganten Igeln und dem Zauber von Worten Ich habe ein Buch gelesen, das mich - mehr als kaum ein anderes - zutiefst berührt hat. Eine Geschichte voller Weisheit, Schönheit und Poesie. Und herzlicher Zuneigung. Liebe. Benommen klappte ich das Buch nach den letzten Zeilen zu. Benommen wie nach einem schönen Film, wenn ich das Kino verlasse. In
diesem Buch bin ich erneut mit einer möglichen Antwort auf die
Lebenssinnfrage in Berührung gekommen: Leben
um der Schönheit willen, Schreiben um der Schönheit willen. Leben
um des seelischen Nährwertes von Schönheit willen? Das ist für mich wahre Schönheit. Und genau darum geht es in diesem Buch, das in einer Sprache geschrieben ist, die nährt. Und um das Leben von Menschen, die anders sind als die anderen.
montag, 23. februar 2009 Feier-Tag Heute
im Milchkasten ein Paket gefunden!
...
zu meinen Geschichten!
montag, 23. februar 2009 In eigener Sache: Wegen des Wechsels zu einem anderen Webhosting-Anbieter war diese Website einige Tage unterbrochen! Nüt für unguet! Mein privater Webhoster hat sich leider verabschiedet: Danke, Michael R. für deinen jahrelangen tollen Support und alles Gute für deine neuen Projekte!!
donnerstag, 19. februar 2009 Pokerface Spielen
wurde mir in die Wiege gelegt. Immerhin etwas, wofür ich meinen Eltern
ewig dankbar sein werde. Oft haben wir gespielt, mit Karten vor allem,
oder auch Würfelspiele undsoweiter. Am meisten Rommée, dass damals noch
niemand kannte. Und Jassen den Schieber zu viert mit undenue-obenabe oder
den Bieter, zu dritt. Meine Mutter nannte es später den Laferijass, da
wir das gemeinsame Spiel, diese ungefährliche Form des gemeinsamen
Zu-Tische-Sitzens nutzten, um beiläufig mit den Eltern ernsthafte
Gespräche zu führen, die angesichts der Spiel-Atmosphäre
ihren Ernst verloren. Denn am Tisch sitzen und einfach nur reden, das
kannten wir nicht. Ich
pokere selten. Und wenn, dann immer mit diesen beiden oder auch mit noch
andern Mitspielenden. Da ich schlecht bluffen kann, pokere ich auch im
Alltag selten. Doch heute - und ich weiss nicht so recht, ob ich darauf
stolz sein soll - habe ich geblufft wie noch nie! Habe einfach immer
weiter geboten. Irgendwann stiegen die anderen zwei aus und ich sahnte mit
purem Nichts den Pot ab. Der Clou: In jeder anderen Runde vor- und
nachher hatte ich die besseren Karten hatte als in dieser Siegerrunde.
(Was will uns das sagen, meine Lieben?)
samstag, 14. februar 2009 Valentin und die anderen Ich
mag sie nicht, diese Tage, wo wir staatlich verordnet stattliche
Blumensträusse und andere Grüsse verschicken und verschenken sollen. Ich
mag weder Valentin noch Christkind. Männer
und Frauen: Ergänzung, komplementär? Hach, eines meiner Lieblingsthemen.
:-) Sind wir tatsächlich Opfer der gesellschaftlichen Definition unserer jeweiligen Geschlechtszugehörigkeit? Sind wir Frauen Opfer der gewaltausübenden Männer, sind die Männer Opfer der emanzipierten Frauen? Wir sind nur dort Opfer, wo wir die Opferrolle anziehen! Ich glaube an die Ergänzung, an das Sowohl-als-auch (jaja, ich weiss, das habe ich hier schon oft geschrieben ...). Es ist Zeit, dass wir uns neu definieren! Singenderweise wurde mir einmal mehr bewusst, was ich wäre ohne die anderen. Natürlich, auch Soli sind hin und wieder schön. Doch gemeinsamer Gesang, das Gewebe des Kollektivs, jede und jeder mit seiner persönlichen Klangfarbe ist doch einfach unübertrefflich!
dienstag, 10. februar 2009 Wohl Vier gewichtige Buchstaben! Jawohl! Mir ist wohl. Ich sorge gut für mein Wohl. Wohlstand? Jawohl, ich stehe wohl. Und ich liege auch wohl(ig), will heissen, ich schlafe zurzeit sogar gut ... Die
letzten Tage waren geruhsam und aktiv zugleich - die perfekte
Voraussetzung für Wohlgefühl bei mir, jetzt jedenfalls. Ich war mit Cs.*
im Zauberwald, mit C.* im Kino ("Slumdog Millionaire"), habe an
meinen Texten gewoben, Peter Stamm gelesen und abgehängt. Und ich war
heute mit K.* im Hammam ... aaahhh! Jetzt.
samstag, 31. januar 2009 Mittelweg Im neuen "Natürlich" hat sich der Carte Blanche-Kolumnist Thomas Widmer sympathisch über den "Mittelweg" geäussert - über das Wegkommen von Extremen, die er früher vertreten hatte. Ob es wohl am Alter liegt, am mittleren, das ich mit ihm teile? Denn ich kann umfassend unterschreiben, was er da geschrieben hat? Nein, ich wiederhole seinen Text hier nicht. Kauft einfach die Natürlich-Nummer 2-2009 und schlagt Seite 82 auf. Extreme
Positionen - die haben Potential. Politisch, ökologisch oder auch
zwischenmenschlich können sie aufrütteln. Sie können provozieren, sie
können andere dazu bringen, ihre Perspektiven zu überdenken. Wie habe
ich doch früher Fleischessende provoziert! Karnivoren war mein
Lieblingswort, eines der harmloseren noch (Kadaverfresser verwendete ich
nur bei ganz Hartgesottenen und muss es mir gelegentlich heute noch - als
Retourkutsche - anhören). Aberrrrr? Habe
ich resigniert? Gehe ich möglicherweise nur bewusster mit meiner Energie
um? Oder sind das bloss Ausreden?
dienstag, 27. januar 2009 "Süchtig?" Gestern vor dem Einschlafen - kurz bevor ich in die Traumwelt eintauche - war ich wieder Kind. Vorschule oder Unterstufe. Ich war ganz. Lebendig. Tanzte und sprang durch den Sommer, drehte mich mit einem anderen Kind im Kreis. Willkommener kleiner, ekstatischer Lachrausch - wie dankbar ich bin, solche Erinnerungen haben zu dürfen! Lachen und mich bewegen können, berauscht vom Leben im Jetzt. Wie es nur Kinder können. Und wonach das Menschenkind, ist es erst ausgewachsen, sich ein Leben lang sehnt: Nach diesem exzessiven und doch so unschuldigen Rausch. Kann sein, dass alles, was nachher kommt, Suche ist. Nachahmung, Sehnsucht. Sucht? "Süchtig"
lautet denn auch der
Titel
einer österreichischen Anthologie, die ich in der letzten Zeit Häppchen
für Häppchen als Bettlektüre eingenommen habe. Irgendwo zwischen
literarischen, witzigen, bösen, sozial-medizinischen, grotesken,
tragischen und ironischen Beiträgen fand ich eine Definition (von
vielen): Veränderung der Wahrnehmung, Dosissteigerung und
Entzugserscheinungen seien die
Hinweise für Sucht. Es ist wohl im Menschen drin, dass wir uns hin und wieder nach veränderten Wahrnehmungszuständen, nach erweitertem Bewusstsein sehnen. "Anderes" Fühlen und Sehen reizt uns. Grenzen locken. Wer unter uns ohne Sucht sei, werfe die Fernbedienung. (Wahlweise auch die Bierflasche, die Pralinéschachtel, den Computer ...)
sonntag, 18. januar 2009 Föhn Es ist Abend. Soeben bin ich aus dem Wald zurückgekehrt. Habe den inneren Sauhund überwunden und bin nach einem Schreib-, Föhn- und Tauwetter-Regensonntag dem Ruf gefolgt. Ob
ER mich gerufen hat? An einen Baum gelehnt, ganz in der Nähe
unserer Feuerstelle, wo wir vier Frauen gestern ein Ritual gefeiert haben,
sah ich IHN. Danke, Bruder Fuchs, für diese Begegnung.
donnerstag, 15. januar 2009 Einfach mal nix Worüber
soll ich heute bloss schreiben? Hier meine ich. Ich sollte doch mal wieder
... und ich will ja auch, doch mir will partout nix einfallen, so sehr ich
auch an den Fingern sauge.
Einfach nix werde ich heute schreiben. Auch mal gut.
montag, 12. januar 2009 Im Jura - ob "Le Noiremont" - Sonntag 11. Januar
samstag, 3. januar 2009 Über den Wolken R.s*
Idee, zu Anfang des neuen Jahres ganz viel frische Bergluft einzuatmen,
fand ich wunderbar. Dicke Nebelsuppe in Bern, so dass die vorsorglich
ins Handschuhfach gelegte Sonnenbrille vorerst nicht zum Zuge kam. Thun
war so neblig wie Bern und selbst die Beatenbuch sah alles andere als
gemütlich aus. Dicker Nebel. Eisige Kälte. Einzig die Webcam
vom Niederhorn nährte unsere Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen.
Wir glaubten ihr und quetschten uns in die Standseilbahn. Obwohl ich
meine Zehenspitzen kaum mehr spürte vor Kälte und an der
Qualität unserer Idee heftig zweifelte, harrte ich tapfer aus.
Brave heart! Obwohl ich es doch schon so oft erlebt habe, raubt mir das Niederhorn immer wieder - zuerst einmal - den Atem. Was für ein Panorama! Dazu klares Licht, klare Luft, Weite, Ruhe. Den Jauchzer hob ich mir allerdings für später auf. Zehn Kilometer seien es, stand auf dem Kroki. Waldegg als Fernziel. Eilig hatten wir es nicht, im Gegenteil, wir genossen die Wanderung, gönnten uns Pausen und saugten hungrig die Sonnenstrahlen auf ... Beim unteren Burgfeld-Hüttli suchten und fanden wir einen Sonnenplatz. Einige andere Wandernde hatten sich ebenfalls um den Tisch gesetzt, sie winkten uns wie Altbekannte herbei. Es habe genug Platz. Was für herzliche Menschen! Ohne dass ich es gemerkt habe, war mein Tee spazieren gegangen. Alles nass. Wie schade und wie doof, eigentlich! Doch ich konnte bloss lachen. Der eine Wanderer füllte fürsorglich meine Flasche wieder auf, die andere Wandererin bot mir einen Plastiksack an, um die getrockneten Sachen einzupacken. Und R.* wurde mit Schokolade gefüttert. Wirklich herzliche Menschen! Auch der Alpöhi, der mir einen Prospekt mit dem Busfahrplan Waldegg-Beatenberg in die Hand drückte und uns allen die Namen der Berge verraten hatte, war äusserst freundlich. In der Tat: Herzliche Menschen, die oberländischen Eingeborenen! Als wir kurz vor vier unmittelbar oberhalb der Hochnebelgrenze angelangt waren, beschlossen wir, hier und jetzt die letzten Sonnenstrahlen zu geniessen. Schlussendlich waren es nicht wir, die in den Nebel hinein gingen, sondern er kam zu uns und holte uns ab. Sofort wurde es bitterkalt. Haare ergrauten und Nasenschleimhäute gefroren innert Minuten. Die letzten Kilometer legten wir im Sauseschritt zurück. Wo genau und warum überhaupt wir damit anfingen, weiss ich nicht mehr, doch irgendwann konnten wir beide nur noch gackern und kichern. Was für herzliche Menschen wir doch sind! ;-) Den heutigen Muskelkater ist mir das gestrige Erlebnis mehr als wert!
donnerstag, 1. januar 2009 Happy New Year? Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat. Hal Borland *** Ich wünsche euch allen, meinen Leserinnen und Lesern, dass ihr mit den gesammelten Erfahrungen weise leben und das Leben geniessen könnt! *** © by janaluna (kontakt - Betreff: Janaluna)
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